Griechisches Eisenkraut (Sideritis scardica) ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von bis zu 50 cm erreichen kann. Sie hat graugrüne filzige Blätter sowie gelbe Blüten und wächst in den Hochlagen des Mittelmeerraums, vor allem in Nordgriechenland. Oberhalb der Baumgrenze übersteht das buschartige Gewächs selbst raue klimatische Perioden mit Frost und Schnee. Die Ernte erfolgt im Sommer, kurz vor der Blütezeit. Die oberen Triebe werden gesammelt und schonend an der Luft getrocknet. Unter anderem enthält die Pflanze ätherische Öle (wie Myristicin, Menthol, Thymol, Carvacrol) sowie Flavonoide, Palmitinsäure und Caryophyllene.

Griechisches Eisenkraut: klassisches Hausmittel

In Griechenland gilt die vielseitige Heilpflanze, die geschmacklich an Zimt erinnert, als beliebtes und altbewährtes Hausmittel. Traditionell wurde sie aufgrund ihrer anregenden Effekte von Bergbauern und Hirten als Teeaufguss konsumiert. Heute werden ihr Kraut sowie daraus gewonnene standardisierte Extrakte eingesetzt, um die Konzentrationsfähigkeit zu unterstützen. Dies wird vor allem durch eine Erhöhung der Neurotransmitterkonzentration im synaptischen Spalt erzielt. Auch in Deutschland erregt Sideritis scardica daher zunehmend medizinisches Interesse und ist Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Studien.