Weihrauch: Der Duft des Himmels

Bereits die heiligen drei Könige brachten neben Myrrhe und Gold als dritte Kostbarkeit Weihrauch als Geschenk mit. Als Räucherwerk verströmte Weihrauch im damaligen Glauben „den Duft des Himmels“. Mit diesem Geschenk erkannten die heiligen drei Könige die Göttlichkeit des neu geborenen Jesus an. So wurde Weihrauch zum sakralen Symbol Gottes und zum festen Bestandteil des Christentums. Doch neben dem Räucherwerk sind auch die viel später entdeckten therapeutischen Fähigkeiten atemberaubend.

Was ist Boswellia?       

Indischer Weihrauch wird durch Einschneiden der Stämme des Weihrauchbaums (Boswellia serrata) gewonnen. Aus den Schnittstellen tritt ein Harz aus, das an der Luft erstarrt. Das Produkt enthält etwa 60 % Harz, ätherische Öle und Polysaccharide4,5. Von den insgesamt 25 existierenden Boswellia-Arten gehören nur vier zu den wichtigsten Weihrauchlieferanten, darunter Bowellia frereana (Somalischer Weihrauch), Bowellia carteri (Ostafrikanischer Weihrauch) und Boswellia serrata (Indischer Weihrauch)5. Die am besten erforschte Art mit den beachtenswertesten Studienergebnissen ist jedoch der Indische Weihrauch1,2,3,4. Alle Boswellia-Arten wachsen vorrangig in trockenen und bergigen Halbwüsten.  

Weihrauchharz: Nützliche Natur

Das Weihrauchharz enthält eine Vielzahl pharmakologisch erforschter Substanzen. So zum Beispiel bestimmte Polysaccharide (Mehrfachzucker), ätherische Öle und Harzsäuren, die sogenannten Boswelliasäuren, die für viele Einsatzgebiete von großer Bedeutung sind. Das natürliche Harz der Weihrauchbäume ist Gegenstand zahlreicher Studien und wird für viele Anwendungsgebiete erforscht.

Curcumin und Boswellia: Zusammen besser als die Summe ihrer Teile

Curcumin und Boswellia sind ein Dreamteam. Denn gemeinsam mit Vitamin D wird eine gesunde Immunantwort bei Entzündungen unterstützt. Doch neben Curcumin ist auch Boswellia sehr schlecht wasserlöslich. Um das Potenzial beider Extrakte ausschöpfen zu können, müsste man sehr hohe Mengen zu sich nehmen. Dieses Problem wird durch eine spezielle Technologie gelöst, die in curcumin-Loges® plus Boswellia eingesetzt wird: Sowohl der Kurkuma- als auch der Boswellia-Extrakt liegen erstmals in sogenannten Mizellen vor. Diese lagern sich um die Moleküle, machen sie wasserlöslich und sorgen so für eine bessere Aufnahme in den Körper. Bei Curcumin wird eine 185-fache und bei den Boswelliasäuren eine 50-fache Bioverfügbarkeit gegenüber den reinen Extrakten erreicht6,7.

1Kizhakkedath R: Mol Med Rep 2013; 8: 1542-1548
2Gupta I et al.: Planta Med 2001; 67: 391-395
3Stürner KH et al.: J Neurol Neurosurg Psychiatry 2017; 0:1-9. doi: 10.1136/jnnp-2017-317101
4Blaschek W: Wichtl – Teedrogen und Phytopharmaka, Wiss. Verlag. Stuttgart, 2016
5Schönfelder I et al.: Das neue Handbuch der Heilpflanzen, Wiss. Verlag. Stuttgart, 2004
6Schiborr C et al.: Mol Nutr & Food Res 2014; 58 (3): 516-527.
7Meins J et al.: NFS Journal 2018; 11:12-16.