Die Mariendistel ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Korbblütler gehört. Sie wächst bevorzugt in warmen Gegenden an trockenen Plätzen und wird bis zu 150 Zentimeter hoch. Man erkennt sie an ihren charakteristischen stacheligen Blättern mit weißem Muster, das die Milch der stillenden Mutter Maria symbolisieren soll. Die Blütezeit der Mariendistel reicht von Juli bis August. Während dieser Zeit bildet die Mariendistel ihre violetten, kugelförmigen Blüten.

Wie wird die Mariendistel in der Phytotherapie verwendet?

Der medizinische Nutzen der Mariendistel (Silybum marianum) ist lange bekannt und ausführlich untersucht. Insbesondere die entgiftenden sowie leberstärkenden und -schützenden Eigenschaften des Wirkstoffkomplexes Silymarin sind durch viele wissenschaftliche Studien belegt. Auf der Basis dieses Wirkstoffes eignet sich silymarin-Loges® besonders gut zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen und toxischen Leberschäden.

Von der Mariendistel zum modernen Arzneimittel

Die Mariendistel hat eine lange Tradition als heilsame Pflanze. Ihre Geschichte beginnt um das Jahr 300 v. Chr. im antiken Griechenland, wo sie erstmals in den Schriften des Naturforschers Theophrastus von Eresos skizziert wird. Rund drei Jahrhunderte später benennt das medizinische Standardwerk seiner Zeit, die Materia Medica, die Mariendistel als verlässliches Mittel gegen verschiedene Formen der Vergiftung.

Vom antiken Griechenland über das Römische Reich bleibt die Lehre um die heilsamen Kräfte der Mariendistel bis ins beginnende Mittelalter und darüber hinaus erhalten. So erwähnt Hildegard von Bingen die Mariendistel mehrfach in ihren Schriften und trägt zu ihrer Kultivierung als Heilpflanze maßgeblich bei. Hieronymus Bock widmet ihr eine ausführliche Beschreibung in seinem „Kreütter Buch" von 1539 und Adam Lonitzer erkennt im ausgehenden 16. Jahrhundert in der Mariendistel ein wirksames Mittel gegen Leberentzündung.

Bis in die Gegenwart reißt die Erfolgsgeschichte der Mariendistel nicht ab: Albrecht von Haller nutzt die Mariendistel erstmals um 1750 im Sinne einer moderner Phytotherapie, Johann Gottfried Rademacher behandelte damit Leber, Milz und Gallenblase. Und auch in der modernen Medizin der Gegenwart ist das Interesse an der Mariendistel ungebrochen. Im Gegensatz zu den Gelehrten vergangener Jahrtausende wissen wir heute um die chemische Besonderheit der Mariendistel, die ihr jene außergewöhnliche leberschützende Wirksamkeit verleiht: der Wirkstoffkomplex Silymarin. Er verleiht der Pflanze ihre leberschützenden, leberstärkenden und entgiftenden Eigenschaften. Als Spezialextrakt ist Silymarin wichtiger Bestandteil des Lebertherapeutikums silymarin-Loges®.

silymarin-Loges® vereint damit das Wissen aus über 2.000 Jahren Anwendung und Beforschung der Mariendistel. Es schützt die geschädigte Leber vor Belastungen und Angriffen durch schädliche Substanzen, Umweltgifte, bestimmte Medikamente, Viren und Bakterien und kann so die Leistungsfähigkeit der Leber spürbar verbessern. Für den Patienten bedeutet dies: mehr Vitalität und mehr Lebensqualität.

 

Auch in der Homöopathie ist Carduus marianus eines der wichtigsten Lebermittel. Nach dem homöopathischen Arzneimittelbild kann es zusätzlich gegen venöse Beschwerden wie Hämorrhoiden und Krampfadern eingesetzt werden, weshalb es in venoLoges® Injektionslösung Verwendung findet.