Der Sibirische Rhabarber (Rhabarber rhaponticum) ist eine Heilpflanze, dessen Wirkung gegen Wechseljahresbeschwerden bereits seit mehr als 4000 Jahren bekannt ist. Ursprünglich stammt er aus den gemäßigten Zonen Asiens. Erst im 17. Jahrhundert wurde er nach Europa gebracht und wächst heute auch in den südlichen Teilen von Norwegen, Bulgarien und Sibirien.

Die Pflanze kann Wuchshöhen von bis zu 1,50 Meter und einen Durchmesser von einem Meter erreichen. Die langen rispenartigen Blütenstände haben viele kleine, grün-weißlichen Blüten. Mit dem gewöhnlichen und oft für Desserts verwendeten Gemüse-Rhabarber (Rheum palmatum) hat die Pflanze wenig gemeinsam. Während der eine ausschließlich in Rezepten Verwendung findet, ist der andere vor allem pharmakologisch interessant. Wirksame Inhaltsstoffe, wie z. B. Gerbstoffe, Stilbene, organische Säuren, Vitamine und Mineralien sind nur in der Wurzel des Sibirischen Rhabrabers zu finden.

Wie wird der Sibirische Rhabarber heilkundlich verwendet?

Die medizinische Wirkung der Heilpflanze ist seit Jahrhunderten bekannt. Rhabarber rhaponticum wird vor allem bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt.

Der Extrakt (ERr® 731, Inhaltsstoff von femiLoges®), der aus den Wurzeln gewonnen wird, ist nachweislich eine sehr gut verträgliche pflanzliche Alternative zur Hormonersatztherapie bei der Behandlung von typischen menopausalen Beschwerden. Dazu zählen unter anderem Hitzewallungen, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen. Das Schöne: obwohl die Wirkung bei Hitzewallungen sogar der einer niedrig dosierten Hormontherapie entspricht, wurden weder krankhafte Veränderungen von Brustgewebe und Gebärmutterschleimhaut noch eine Gewichtszunahme festgestellt1.

1Heger P: Zeitschrift für Phytotherapie 2010; 31: 299-305