Bedeutung der Leber

Als das zentrale Stoffwechselorgan ist die Leber für die Verarbeitung unserer Nahrung von entscheidender Bedeutung. Naturgemäß spielt daher die Zusammensetzung der Nahrung auch eine wichtige Rolle für den Schutz der Leber. Es mag verwundern, dass es dennoch keine spezielle Leberschutzdiät gibt.

Leberfreundliche Nahrungsmittel

Dass Alkohol im Übermaß die Leber bis zur völligen Zerstörung schädigen kann, weiß jeder – darauf brauchen wir hier nicht näher einzugehen. Weniger bekannt ist, dass nicht nur Schadstoffe wie Schimmel die Leber stark belasten, sondern auch manche Konservierungsstoffe. Ein Grund mehr, häufiger frische Lebensmittel zu genießen und seltener auf Konserven oder andere Fertiggerichte zurückzugreifen. Dabei ist es ratsam, möglichst wenig „leere“ Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. So nennt man vor allem Stärke aus Weißmehl (Weißbrot, Kekse, Kuchen) und Zucker – auch Fruchtzucker. Empfehlenswert sind dagegen Stärke aus Kartoffeln, Gemüse und Vollkornprodukte. Giftstoffe, die sonst in die Leber gelangen würden, werden durch Ballast- oder Faserstoffe im Darm gebunden. Zusätzlich beschleunigen diese die Passage der Nahrung durch den Verdauungstrakt – und damit den Abtransport von Schadstoffen. Sie sind also doppelt gut für die Leber. Ideale Ballaststofflieferanten sind vor allem Vollkornprodukte und Gemüse. Auch Salat, Hülsenfrüchte und Obst enthalten viel davon. Bei der leberfreundlichen Ernährung zählt aber nicht nur das „Was“, sondern auch das „Wie“. Grundsätzlich ist es besser, öfter kleine Mahlzeiten einzunehmen als wenige Großportionen zu essen. Gedünstete oder gedämpfte Speisen sind besser verdaulich als scharf angebratene. Über Ruhe beim Essen und gutes Kauen freut sich auch die Leber – besonders beim Genuss von Ballaststoffen. Wichtig ist nicht zuletzt, ausreichend zu trinken, damit die Fließfähigkeit des Blutes und eine gute Durchblutung der Leber und anderer Organe erhalten bleibt. Experten empfehlen mindestens anderthalb bis zwei Liter pro Tag – am besten Mineralwasser oder ungesüßte Früchte- oder Kräutertees.

Was tut der Leber gut – und was nicht?

  leberfreundlich: lieber nicht so oft:
Fleischprodukte Huhn, Pute, Rind, mageres Schweinefleisch, magerer Schinken, Speck, Bratwurst, Gans, Blut- und Leberwurst
Fisch Wild Seelachs, Rotbarsch, Kabeljau Aal, Makrele, Ölsardinen
Obst und Gemüse Aprikosen, Bananen, Brokkoli, Erdbeeren, Karotten, Kartoffeln, Mandarinen, Orangen, Spargel, Spinat, Tomaten, Zucchini Erbsen, Bohnen, Linsen, Kohl, Zwiebeln
Getreideprodukte Grau- und Schwarzbrot, Haferflocken, Reis, Nudeln, Gries, Zwieback Weißbrot, frisches Brot
Milchprodukte Buttermilch, fettarme Frischmilch, Frischkäse, Joghurt, Magerquark Rohmilchkäse, sehr fetter Käse, Schmelzkäse, H-Milch, milchhaltige Fertiggetränke