Immer wieder ist es im Gespräch: das Immunsystem. Wohl kaum jemand kommt in Bezug auf die eigene Gesundheit um diesen Begriff herum. Doch was verbirgt sich tatsächlich hinter der Immunabwehr? In welcher Beziehung stehen Bakterien zum Immunsystem und wie funktioniert es? Ein Blick in den inneren Teil des Menschen eröffnet das Wunder der Natur in Funktion und Aufgabe.

Allgemeines zum Immunsystem

Das Immunsystem kann auch als der natürliche Schutzschild vor „Feinden“ bezeichnet werden. In diesem Falle sind Bakterien und andere Erreger die Widersacher, die nur auf eines abzielen: Sich im menschlichen Organismus festsetzen, den Körper schwächen um selbst zu wachsen und sich zu vermehren. Hier setzt die wichtigste Aufgabe des Immunsystems an: Das Erkennen von schädlichen Bakterien, Viren und Parasiten und das gezielte Abtöten dieser Krankheitserreger Darüber hinaus kann das Immunsystem auch krankhaft veränderte  körpereigene Zellen erkennen und eliminieren. Ein gut funktionierendes Immunsystem ist im Allgemeinen in der Lage, dauerhaft die Gesundheit des Organismus aufrechtzuerhalten. Voraussetzung dafür ist eine gesunde Lebensweise und die sorgfältige regelmäßige Körperpflege. Seit der Industrialisierung in Europa, in der als Folge sauberes Trinkwasser täglich zur Verfügung steht, haben sich die hygienischen Bedingungen der Menschen und deren Gesundheit deutlich verbessert. Eine übermäßige Reinigung bzw. die intensive Verwendung von chemischen Reinigungsmitteln kann jedoch das durchaus sensible Immunsystem des Menschen stören und durcheinanderbringen.

Die bunte Welt der Erreger

Jeder Mensch ist täglich von nicht weniger als 20.000 verschiedenen Bakterien umgeben. Eine solche Situation ist völlig normal und kann letztendlich auch zum Bestandteil des Naturkreislaufes gezählt werden. Jedes Lebewesen, und dazu zählen auch Erreger von Krankheiten, hat seinen Platz in der Natur. Für das Immunsystem ist es daher besonders wichtig, die „guten von den schlechten“ Bakterien zu unterscheiden. Denn nicht alle Bakterien sind Verursacher von Krankheiten. Für den menschlichen Organismus können sie durchaus auch nützliche Funktionen haben.  Innerhalb des Immunsystems sind die weißen Blutkörperchen – auch bekannt als Leukozyten –für die Immunabwehr verantwortlich. Diese Leukozyten werden nochmals in Lymphozyten, Monozyten und Granulozyten unterteilt.  Diese Zellen tragen verantwortliche Funktionen für die gesamte Immunabwehr. Unter diesen dreien sind die Monozyten vielleicht die interessantesten. Denn ihnen wird die Aufgabe zuteil, Erreger aufzunehmen, um sie dann unschädlich zu machen. Hier geschieht also das Abtöten von Bakterien. Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass diese sogenannten Fresszellen anteilig auch in der Milz gespeichert werden, während sich der größere Teil im Blut befindet.

Der Mensch mit natürlichem Schutz

Schon bei der Geburt verfügt der Organismus über eine angeborene, unspezifische Immunabwehr. Sie schützt den Säugling vor Erregern. Mit der Zeit entwickelt sich auch diespezifische, also erworbene Immunabwehr. Hier erfährt das Immunsystem eine Art Training, um Bakterien und Viren zu erkennen und diese abzutöten. Jede Erkältung gehört bereits zu diesem Trainingsprogramm. Fehlen solche Übungsmöglichkeiten fehlt dem Organismus auch die Fähigkeit, sich gegenüber schwerwiegenden Erregern zu verteidigen. Reinigungsmittel versprechen häufig die fast klinisch reine Sauberkeit im Haus. Doch genau hier liegt der Haken. Fehlt dem Menschen, insbesondere schon den Kindern, deren Immunsystem ja noch in der Lernphase ist, die natürliche Bakterienwelt wird deren Immunsystem die Möglichkeit genommen sich weiterzuentwickeln. Der Trainingseffekt bleibt also aus. Schließlich fehlt der der Immunabwehr später die Möglichkeit, weitaus schadhaftere Erreger als bspw. Rhinoviren, die Auslöser eines Schnupfens, abzuwehren.

So hängt die gesunde Ernährung mit dem Immunsystem zusammen

Damit alle für das Immunsystem wichtigen Zellen und Organe ihre Aufgabe ausreichend erfüllen können, ist eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung notwendig. Der ununterbrochene Prozess der Immunabwehr verlangt eine solche Ernährungsweise. Insbesondere der Darm, der häufig auch als der „Sitz der Gesundheit“ bezeichnet wird, benötigt eine gesunde Darmflora. Fehlen dem Organismus dauerhaft Mineralstoffe wie Eisen oder Zink oder auch essentielle Vitamine, ist die Immunabwehr geschwächt. Der Körper läuft Gefahr, zu erkranken oder kann nur langsam genesen.

Sich in schwachen Zeiten schützen!

Dauerhafter Stress, längere Krankheitsphasen oder anstrengende körperliche Betätigungen schwächen das Immunsystem. Fehlende Bewegung und zu wenig Sonnenlicht können ebenfalls zur Schwächung des Immunsystems führen. Viele kennen es: Im Büro oder der Schule treffen Erkältungskrankheiten beinahe jeden Mitarbeiter oder die Schüler. In solchen Phasen ist das Immunsystem extrem gefordert und es ist sinnvoll, den Organismus mit natürlichen Mitteln zu stärken und vor Krankheit zu schützen.