1. Den Allergenen ausweichen

Ist bereits eine Allergie auf Pollen eingetreten, ist es am klügsten, den größten Belastungen aus dem Weg zu gehen. Pollenflugkalender und -vorhersagen ermöglichen zum einen, das Auftreten des wahrscheinlichen Allergens genauer einzukreisen, und zum anderen, die Planung des Tagesablaufs (z. B. Einkäufe, Sport im Freien, Picknicks oder Wanderung) auf die Pollenbelastung auszurichten. Lokale Zeitungen und Radiosender sowie das Internet bieten täglich aktuelle Vorhersagen. Der Pollenflug unterscheidet sich allerdings in verschiedenen Gebieten: Auf dem Land ist der Pollenflug morgens am stärksten, in der Stadt am Abend. Das sollte auch beim Lüften der Wohnung berücksichtigt werden. Der Aufenthalt im Freien sollte während der Hochphase des Pollenfluges auf das mögliche Minimum begrenzt werden. Auch bei Sommersmog (hohe Ozonwerte) und Wintersmog (hohe Schwefeldioxidkonzentrationen) sollte weder gelüftet noch der Aufenthalt im Freien gesucht werden, weil Smog die Atemwege reizt und Allergien begünstigt. Weitere Maßnahmen, die die Pollenbelastung gering halten:

  • Bauen Sie ins Auto einen Pollenfilter ein.
  • Hängen Sie Wäsche möglichst nicht draußen zum Trocknen auf, weil die Pollen daran haften bleiben.
  • Entkleiden Sie sich nicht in Ihrem Schlafraum und bewahren Sie die Kleidung vom Tage nicht im Schlafzimmer auf, damit die Pollenbelastung gering bleibt.
  • Schlafen Sie während des Pollenfluges bei geschlossenem Fenster.
  • Waschen Sie sich abends die Haare, um Pollen auszuspülen.
  • Tragen Sie tagsüber im Freien eine Sonnenbrille. Sie hält Pollen zumindest teilweise von den Augen fern.
  • Achten Sie immer auf ausreichende Trinkflüssigkeit (mindestens 1,5 Liter täglich, geeignete Getränke sind Früchte- und Kräutertee, Mineralwasser, verdünnte Fruchtsäfte). Ansonsten können die Schleimhäute austrocknen und verlieren ihre Schutzfunktion.
  • Rauchen Sie möglichst weder aktiv noch passiv. Rauchen lähmt die Flimmerhärchen auf den Atemwegsschleimhäuten, sodass die Pollen weniger gut wieder nach außen abtransportiert werden. Schadstoffe im Zigarettenrauch erhöhen zudem die Potenz der Allergene.

2. Kreuzallergien erkennen und vermeiden

Die Auslöser für eine allergische Reaktion sind in aller Regel Eiweiße. Der Kontakt des Eiweißes kann an der Atemwegsschleimhaut Heuschnupfen auslösen, an der Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt beispielsweise Durchfall oder Krämpfe, an der Haut ein Ekzem. Lösen verwandte Eiweiße bei ein und demselben Patienten an verschiedenen Orten Allergien aus, so spricht man von einer Kreuzallergie. Pollenallergiker können allergisch auf Nahrungsmittel reagieren, die der botanischen Familie des Pollenallergens angehören, denn die Eiweiße, die beispielsweise die Birkenpollen enthalten, sind mit denen des Apfels verwandt. Kreuzreaktionen werden aber z. B. auch in Form von Ekzemen nach Anwendung von Cremes oder Umschlägen beobachtet, die ein dem Pollenallergen verwandtes Eiweiß enthalten (z. B. Arnika oder Kamille bei Beifuß-Pollenallergie). Meist kann man durch sorgfältiges Beobachten der eigenen körperlichen Anzeichen eine Kreuzallergie entdecken. Wer beispielsweise an einer Birkenpollenallergie leidet, muss deshalb nicht zwangsläufig auf den Genuss von Äpfeln, Birnen oder Aprikosen verzichten, solange keine nachgewiesene Kreuzallergie besteht. Aber es empfiehlt sich ein abwechslungsreicher Speisezettel, der das mögliche Kreuzallergen nicht allzu oft enthält. Beispielsweise ist von Apfelsaft als täglichem Getränk oder einer regelmäßig genossenen morgendlichen Backpflaume abzuraten, damit es gar nicht erst zur Kreuzreaktion kommt.

3. Hausstaub abschaffen?

Die Allergie geht nicht generell vom Staub, sondern von speziellen Bestandteilen, meist Milbenkot, aus. Milben sind winzigste Spinnentiere, die sich beispielsweise von Hautschüppchen ernähren. Die Menge von 1,5 g Hautschuppen, die ein einziger Mensch täglich verliert, ernährt etwa eine Million Hausstaubmilben. Sie leben bevorzugt in Polstern, Federbetten und Matratzen und lieben Feuchtigkeit. Mit folgenden Maßnahmen rücken Sie ihnen zu Leibe:

  • Vorhandene Milben mit einem Mittel aus der Apotheke reduzieren (einschäumen und absaugen)
  • Am besten täglich Staub saugen, Staubsauger mit speziellem Allergiker- Filter ausrüsten. Regelmäßig auch Sessel, Sofas, Kissen, Betten absaugen. Räume, die ohne Allergenfilter gesaugt wurden, am besten zwei Stunden lang nicht betreten – so lange wirbelt noch vermehrt Staub in der Luft umher!
  • Das Schlafzimmer sollte täglich gut durchgelüftet werden – während des Schlafes schwitzt jeder Mensch durchschnittlich 1 bis 2 Liter Flüssigkeit aus, die die Feuchtigkeit der Matratze und des Bettzeuges zur Freude der Milben in die Höhe treiben. Tägliches Ausschütteln der Decken und Kissen sowie gutes Lüften verhindern ein feuchtes Klima.
  • Tragen Sie Schlafbekleidung, damit die Hautschuppen keinen direkten Kontakt zu den Milben bekommen, sie also „ausgehungert“ werden.
  • Bett- und Schlafwäsche bei mindestens 60°C waschen (hohe Temperatur ist wichtiger als Vor- und Hauptwäsche!).
  • Um Schmusetiere von Staub zu befreien, sollten sie regelmäßig gewaschen werden. Würde das Lieblingstier die Waschmaschine nicht überstehen, bietet sich die Tiefkühltruhe als Alternative an. Nach ein- oder zweitägigem Aufenthalt in der Kälte sind die Milben, deren Kot die Hausstauballergie unterhält, abgestorben.

4. Lüften gegen Feuchtigkeit bei Schimmelpilz-Allergie

Die Sporen der Schimmelpilze werden über die Atemluft aufgenommen und können einen „Heuschnupfen“ verursachen. Meist sind seine Symptome allerdings weniger deutlich ausgeprägt als beispielsweise bei einer Pollenallergie. Eine jahreszeitliche Schwankung ist aber auch bei Schimmelpilzallergien zu beobachten. Die Belastung durch Schimmelsporen ist zwischen Juni und November am höchsten. Empfehlungen bei Schimmelpilz-Allergie lauten:

  • Lüften Sie bitte regelmäßig mindestens einmal täglich, am besten per Stoßlüftung (mindestens 5 Minuten Fenster weit öffnen, Durchzug schaffen) – das ist auch von der Heiztechnik her am wirtschaftlichsten.
  • Entfernen Sie Feuchtigkeitsfallen (z. B. feuchte Handtücher in schlecht gelüfteten, innen liegenden Bädern), reinigen Sie Luftbefeuchter regelmäßig.
  • Entleeren und reinigen Sie die Biotonne regelmäßig, geben Sie eventuell schimmelhemmende Zusätze, z. B. Zitrusöle oder Tonerde, hinzu.
  • Vermeiden Sie Staunässe in Blumentöpfen. Einige Schimmelpilzarten wachsen auch auf den Stämmen von Zimmerpflanzen. Edelschimmel in oder auf Nahrungsmitteln (Käse) kann zu Kreuzreaktionen (Nahrungsmittelallergie) führen. Sehr folgenschwer kann eine Penicillin-Allergie verlaufen. Penicillin ist ein „Schimmelpilzgift“. Hatten Sie bereits auf ein Penicillin-Präparat einmal eine allergische Reaktion (z. B. Hautausschlag), sollten Sie Ihren Arzt darüber informieren.

5. Den Haushalt umkrempeln

Allergiker sollten nicht überängstlich und vor allem nicht über-hygienisch werden, damit dem Immunsystem eine sinnvolle Beschäftigung bleibt und es sich nicht an Allergenen austoben muss. Dennoch sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit sich die Allergien nicht ausdehnen, und sich möglichst vor Schadstoffen schützen, die häufig Allergien verursachen. Dazu einige Hinweise:

  • Verwenden Sie möglichst wenig Inneneinrichtungen und Möbel aus Spanplatten. Sie gasen allergenes Formaldehyd aus.
  • Renovieren Sie nur wenn unbedingt notwendig, um die Belastung mit Umweltschadstoffen gering zu halten. Renovieren Sie am besten im Sommer (reichlich Gelegenheit zu lüften) und (oder) kurz vor dem Urlaub (nur geringer Kontakt mit den ausgasenden Stoffen).
  • Achten Sie auf Inhaltsstoffe von Materialien im Heimwerkerbereich. Hier gelten die strengen Bestimmungen des Baugewerbes nicht. „Natürlich“ oder „ökologisch“ ist dabei nicht gleichbedeutend mit „allergenarm“ – auch ausgasendes ätherisches Öl oder andere Inhaltsstoffe, beispielsweise aus Nadelhölzern, können Probleme bereiten.
  • Wenn Sie Zimmerpflanzen lieben, sollten Sie im Haus am besten nur nichtblühende Arten belassen.

6. „Etagenwechsel“ frühzeitig erkennen

Bei etwa einem von vier Heuschnupfen-Geplagten weitet sich die Allergie zu einem Bronchialasthma aus. Asthma bei Kindern wird heute immer noch zu selten diagnostiziert und deshalb auch nicht ausreichend behandelt. Eine konsequente Behandlung ist hier aber sehr wichtig, um weitere Folgen zu verhüten. Anzeichen, die auf ein Asthma hindeuten können und auf die Sie gezielt Ihren Therapeuten ansprechen sollten, sind:

  • zum Heuschnupfen hinzukommender Husten, Heiserkeit oder Räusperzwang, besonders morgens Abhusten gelblichen Schleims
  • Atembeklemmung oder auffallender Leistungsknick nach Anstrengung oder bei kalter Umgebung
  • sehr starke Heuschnupfen-Beschwerden
  • quietschend-pfeifendes Geräusch, vor allem beim Ausatmen, und/oder Gefühl, nur schwer ausatmen zu können Sollte tatsächlich ein Asthma bronchiale vorliegen, ist eine Schulung des Betroffenen und, wenn es sich um ein Kind handelt, der Eltern sehr wichtig, um diese Krankheit gut zu „führen“ und Entgleisungen zu verhindern.

7. Natürliche Barrieren pflegen

Schädliche Stoffe – seien es Allergene oder Keime – können die natürliche Barriere, die Haut und Schleimhäute bilden, vor allem dort durchdringen, wo der Schutz bereits geschwächt ist. Deshalb sollten Sie die Funktion der Haut und der Schleimhäute bestmöglich unterstützen. Ein Zuviel an Pflege muss dabei ebenso vermieden werden wie eine Vernachlässigung des Schutzorgans Haut/Schleimhäute. Baden/duschen Sie nicht zu häufig. Aus hygienischen Gründen ist ein Duschbad nur etwa alle zwei Tage notwendig – duschen Sie häufiger, sollten Sie mit Seife und Shampoo sparsam umgehen. Vor allem sollte der Säureschutzmantel und der schützende Fettfilm auf der Haut nicht zerstört werden. Saure Waschsubstanzen mit einem pH-Wert um 5 und Lotionen stabilisieren das Milieu, das zur funktionierenden Abwehr beiträgt. Der Schleimhautschutz wiederum ist vor allem durch Austrocknung gefährdet. In klimatisierten und geheizten Räumen ist die Luftfeuchtigkeit oft erniedrigt. Wer sich längere Zeit in solchen Räumen aufhält, sollte zusätzlich mindestens einen Liter trinken (leichte Tees, Mineralwasser), um die Schleimhäute „von innen“ anzufeuchten. Zur Pflege und Reinigung der Nasenschleimhäute empfehlen sich auch regelmäßige Nasenspülungen z. B. mit einer Nasendusche aus der Apotheke und Emser Salz. Die Lösung lässt man einfach jeweils durch ein Nasenloch laufen. Dabei werden die Schleimhäute gereinigt, befeuchtet und auf den Schleimhäuten haftende Pollen oder Staub weggespült.

8. Ein stabiles inneres Milieu für ein stabiles Immunsystem

Die Allergie ist ein Beispiel dafür, dass nicht nur eine Schwäche des Körpers, sondern auch ein Übermaß an Aktivität krank machen kann. Ist das Gleichgewicht aus den Fugen geraten – egal in welcher Richtung – leidet die Gesundheit. Auch bei der Allergie ist es daher wichtig, die innere Harmonie von Körper und Seele bestmöglich herzustellen. Deshalb ist es auch für Allergiker wichtig, einen Lebensstil zu finden, mit dem sich körperlich und seelisch ein goldener Mittelweg einschlagen lässt und der Extreme möglichst meidet. Weder übertriebene noch nachlässige Hygiene dienen diesem Ziel – nicht jede Milbe muss persönlich verfolgt und jeder Polsterwinkel entkeimt werden, aber Licht und Sonne müssen in die Wohnung ausreichend Einlass finden. Eine einseitige Diät ist nicht nur für Kinder mehr eine Strafe als dass sie nutzt – Abwechslung ist sehr wichtig, denn zwar sollen Allergene vermieden, aber die notwendigen Nährstoffe dennoch aufgenommen werden. Die meisten Menschen variieren ihren Speisezettel jahrein, jahraus um nur etwa 10 oder 15 verschiedene Gerichte – bringen Sie mehr Abwechslung hinein. Bereiten Sie Speisen möglichst frisch und mit möglichst wenigen Zusatzstoffen zu. Bewegung ist für einen funktionierenden Organismus ebenfalls wichtig. Legen Sie Ihr Joggingpensum allerdings nicht in die Zeit des größten Pollenfluges. Versuchen Sie, nie aus der Puste zu kommen, denn das kann besonders bei Allergikern schnell asthmatische Beschwerden hervorrufen.

9. Allergien im Beruf

Einige Berufe gehen mit erhöhten Allergenbelastungen einher. Sie können vor allem zu schweren allergischen Hautbelastungen und allergischem Bronchialasthma führen. Ist bereits eine berufsbedingte Allergie ausgebrochen, ist guter Rat meist teuer und eine Umschulung unumgänglich. Vorbeugen ist der beste Schutz: Wer bereits an Allergien leidet, sollte die Haut besonders gut vor Allergeneinwirkungen schützen (z. B. Vinylhandschuhe bei Friseuren zum Schutz vor Haarpflege- und -färbemitteln, reißfeste, dichte Handschuhe bei Maurern zum Schutz vor Chromverbindungen im Zement). Wer Zeichen einer berufsbedingten Allergie bemerkt, sollte sich umgehend und gezielt informieren z. B. bei einem Arzt, einem Heilpraktiker oder der Krankenkasse und nach möglichen Schutzmaßnahmen fragen. Eine Allergie muss nicht das Aus im Beruf bedeuten, aber manchmal erspart ein rechtzeitiges Umorientieren Jahre einer allergiebelasteten Karriere. Jugendliche, die an Allergien leiden, sollten diese Tatsache bei der späteren Berufswahl unbedingt berücksichtigen. So sollte sich ein junger Mann mit Bronchialasthma nicht für eine Ausbildung zum Bäcker, Konditor, Tischler oder Gartenbauer entscheiden, eine junge Frau mit schwerer Neurodermitis nicht für eine Friseurlehre.

10. Hilfe aus der Homöopathie

Allergiker müssen mit Medikamenten besonders vorsichtig umgehen. Die sogenannten Antihistaminika unterbinden die Histaminwirkung, die für die allergischen Symptome verantwortlich ist. Als Nebenwirkung machen sie oftmals müde, was bei Tage unerwünscht ist, besonders im Beruf und beim Autofahren. Bei bedrohlicher Ausprägung einer Allergie, also beispielsweise bei Asthmaanfällen, stärkeren Schwellungen der Atemwege oder Kreislaufreaktionen kann auf eine zuverlässig und rasch wirkende Behandlung, unter Umständen auch mit Präparaten wie Cortison, nicht verzichtet werden. Im Allgemeinen nehmen die Beschwerden und die Anzahl der auslösenden Allergene in den ersten Jahren zu. Im Verlauf mehrere Jahre nimmt dann aber die Intensität der Symptome in aller Regel ab. Eine dauerhafte Einnahme chemisch-synthetischer Arzneimittel kann auf lange Sicht aber nicht die Ideallösung sein. Gefragt ist ein Medikament, das die allergischen Symptome günstig beeinflusst, ohne selbst Allergien auszulösen. Hier bieten sich homöopathische Arzneimittel wie allergoLoges® an. Die Auswahl eines homöopathischen Mittels muss zahllose Faktoren berücksichtigen. Im Alltag hat es sich bewährt, verschiedene, aus Erfahrung gut wirksame Homöopathika zu kombinieren, um auf die verschiedenen Symptome bei unterschiedlichen Patienten Einfluss nehmen zu können. allergoLoges® ist eine homöopathische Spezialkombination zur Linderung der Beschwerden bei Allergien der Haut und der Schleimhäute.