Eine Erkältung ist zwar unerfreulich, muss jedoch nicht immer gleich mit starken Medikamenten behandelt werden. Denn der menschliche Organismus ist mit Selbstheilungskräften ausgestattet, die es zu nutzen gilt. Mit richtigen Tipps gegen die Erkältung fühlen sich viele Menschen bereits besser. Und wer dem Körper die Zeit gibt, die er benötigt, wird sich schnell wieder gesünder fühlen.

1. Schlaf ist die beste Medizin

Schon unsere Großmütter kannten diese alte Weisheit. Während einer Erkältung im Bett zu bleiben, ist bereits der erste Schritt zur Besserung. Der Körper arbeitet jetzt gegen die Krankheitserreger, braucht und verbraucht viel Energie. Schlaf unterstützt diesen Prozess. Solche Signale sollten als diese auch verstanden werden. Der Organismus verlangt nach Ruhe. Aufputschende Grippemittel sind da wenig hilfreich, da sie den gesamten Krankheitsverlauf nur unnötig verlängern. Fern von Terminen, Hektik und Stress gehört Schlaf zu einem der besten Tipps bei einer Erkältung.

2. Zu viel Essen schadet nur

Für die Verdauung benötigt der Organismus ebenfalls viel seiner jetzt geschwächten Leistungsfähigkeit. Rund 30 % der vorhandenen Energie werden für ein Schnitzel oder Frühstücksbrötchen gebraucht. Dieser Kraftaufwand muss jetzt zum Abtöten der Erreger verwendet werden, denn je schneller die große Ansammlung von Viren und Bakterien abgetötet ist, umso schneller gelingt die Genesung. Der Körper weiß das selbst sehr genau, weshalb man während einer Erkältung in der Regel wenig Hunger hat. Dem sollte man auch nachkommen und eine schmale Kost mit Getränken wie frisch gepresstem Fruchtsaft und heißem Tee mit Zitrone und Honig bevorzugen. Eine klassische Hühnerbrühe ist ebenfalls ein sehr guter Helfer gegen die Erkältung. Sie gleicht den Flüssigkeitshaushalt aus und versorgt den Körper mit wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen. Auf schwere Nahrung sollte daher während der Grippe verzichtet werden.

3. Halsschmerzen behandeln

Der kratzende Hals bleibt nicht aus. Und mit ihm entsteht ständiger Hustenreiz, der den nächtlichen Schlaf stört. Hier helfen verschiedene Teesorten. Frische oder getrocknete Salbeiblätter werden zu einem Tee zubereitet und mit Honig gesüßt. Auch Zitrone und Honig oder Pfefferminze mit Zitrone und Honig helfen, den starken Hustenreiz zu lindern. Ideal sind frische Blätter sofern vorrätig. Am Morgen wird eine große Thermoskanne zubereitet und über den Tag verteilt getrunken.

4. Verstopfte Nase und Nebenhöhlen

Das Atmen fällt schwer, die Nase ist zu. Was ist jetzt wohl zu tun? Als natürliches Hausmittel hat sich das Spülen mit einer leichten Kochsalzlösung bewährt. Sie befreit endlich wieder die Nase und beseitigt einen großen Teil von Viren und Bakterien. Auch ätherische Öle von Eukalyptus oder Minze helfen, die Atemwege wieder zu befreien. Während der Zeit im Bett bzw. der Nacht wird eine Schüssel mit heißem Wasser und einigen Tropfen der ätherischen Öle ins Zimmer gestellt. Der Schlaf wird meist zusehends ruhiger. Meist entzünden sich während der Erkältung auch die Nebenhöhlen und sind verstopft. In der Folge treten Kopfschmerzen auf, die Atmung ist beeinträchtigt. Ein heißes Bad mit ätherischen Ölen sollte Linderung bewirken. Förderlich sind hier die ätherischen Öle von Fichtennadel, Menthol oder Thymian. Sie unterstützen die Durchblutung und lösen das festsitzende Sekret in der Nase und den Kieferhöhlen. Mit ähnlichem Effekt kann auch über einer Schüssel mit einem Handtuch der feine Wasserdampf eingeatmet werden. Beachten sollte man allerdings, dass ätherische Öle nicht für Kleinkinder geeignet sind.

5. Zwiebelsirup gegen den Husten

Wenn auch als Hausmittel gegen Erkältungen bekannt, so muss doch gesagt werden, dass selbst gemachter Zwiebelsaft nicht jedermanns Geschmack ist. Die Rezepte sind unterschiedlich, es handelt sich jedoch immer um die Mischung frischer Zwiebeln und Zucker, die einen feinen Sirup ergeben und dann löffelweise getrunken werden. Wer den Geschmack nicht erträgt, wählt stattdessen einen Lindenblütentee gegen den Husten.

6. Ingwer – Das Allroundtalent unter den Hausmitteln 

Ingwer ist nicht nur ein köstliches Gewürz. Seit Jahrhunderten ist es im asiatischen Lebensraum auch als Heilpflanze bekannt und mittlerweile auch in unseren Breitengraden bewährt. Verantwortlich dafür sind zahlreiche ätherische Öle, das Gingerol und kreislaufanregende Stoffe wie Cineol. Ferner enthält frischer Ingwer Mikronährstoffe, die insbesondere während der Erkältung wichtig für den Organismus sind. Hier finden sich Magnesium und Eisen, Phosphor und Kalium sowie Vitamin C. In Scheiben geschnitten,  frisch in den Tee gerieben oder als Bestandteil der erwähnten Hühnerbrühe sorgt er ebenfalls für baldige Besserung.

7. Fieber muss nicht immer unterdrückt werden!

Mit aufkommenden Fieber oder erhöhter Temperatur wird bereits angezeigt: Der Organismus hat die Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt und arbeitet sich gegen den Wall von Erregern vor. Dafür wird in der Regel eine Körpertemperatur von wenigstens 38 °C gebraucht. Eine solche Temperatur wird nur als geringes Fieber eingestuft und bedarf keiner Medizin. Im Gegenteil. Der Körper findet Ruhe und meist auch erholsamen Schlaf, auch eine Temperatur von 39 °C ist meist noch kein Grund, unruhig zu werden. Das Fieber vergeht umso schneller, je weniger dagegen angekämpft wird.

8. Wickel bei Fieber

Wer bei anhaltend hohem Fieber dennoch etwas dagegen tun möchte, nutzt kalte Wickel. Die feuchten Wickel sorgen für einen Temperaturausgleich des Körpers. Dennoch darf der Körper niemals auskühlen, sondern muss gleichmäßig warm bleiben. Obstessig und Wasser werden zu gleichen Teilen vermischt. Ein Geschirrtuch darin tränken, auswringen und um die Waden legen. Dann eine leichte Decke oder ein wärmendes Frotteehandtuch auf die Beine.

9. Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen

Das Zwiebelsäckchen ist eines der bekanntesten Hausmittel bei Ohrenschmerzen. Dabei werden Zwiebeln in kleine Würfel geschnitten und in ein Baumwolltuch (z. B. Stofftaschentuch) oder Küchenpapier eingeschlagen.  Die Auflage leicht zusammendrücken, damit der Zwiebelsaft austritt. Dann auf das Ohr auflegen. Die ätherischen Öle der Zwiebel wirken antibakteriell und schleimlösend. Eine leichte Erwärmung der Zwiebelstücke unterstützt zusätzlich die Schmerzlinderung. Das Päckchen kann auch kalt aufgelegt werden, wenn es dem Kranken angenehmer ist.

10. Homöopathisches Komplexmittel

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