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Neurodermitis

Neurodermitis

Wohlfühlen in der eigenen Haut – ein Gefühl, dass sich Neurodermitis-Patienten meist stark herbeisehnen. Denn wenn die Haut wieder anfängt zu jucken, sich rötet und stark austrocknet dann ist der nächste Schub schon längst da. Neurodermitis ist eine Reaktion unseres Körpers auf bestimmte Reize von außen, wird aber meist nicht nur von einem Faktor hervorgerufen. Diese Ursachen herauszufinden ist oft ein langer Prozess. Doch wie entsteht diese Hautkrankheit überhaupt?

Neurodermitis – eine Hauterkrankung oft von Kindesbeinen an

Neurodermitis, in der Medizin auch als atopische Dermatitis bezeichnet, beschreibt eine chronische meist entzündliche Erkrankung. Bezeichnend für Neurodermitis sind Rötungen auf der Haut, die mit Juckreiz verbunden sind. Neurodermitis kann sich dabei sowohl auf kleine Flächen des Körpers, wie aber auch auf große Stellen ausweiten bzw. verbreiten. Insbesondere bei leicht sichtbaren Stellen wirkt Neurodermitis bedrohlich für andere Mitmenschen, ist aber keinesfalls ansteckend. Bereits im Säuglings- und Kindesalter beginnen die ersten Symptome, die dann typischerweise in Schüben auftreten. Es wechseln sich im späteren Verlauf die beschwerdefreien mit den -intensiven Phasen ab. In vielen Fällen klingen diese Beschwerden dann aber bereits im Schulalter oder in der Pubertät wieder ab.

Die Ursachen für Neurodermitis können ganz unterschiedlicher Natur sein. Sowohl bestimmte Stoffe, die oftmals über die Nahrung aufgenommen werden, wie Fruchtsäuren bis hin zu psychischen Belastungen können hier als Katalysator fungieren. Die natürliche Barrierefunktion der Haut ist bei Neurodermitis-Patienten soweit gestört, dass bereits harmlose Reize aus der Umwelt zu einer Reaktion führen können, ebenso spielen die genetisch bedingte Neigung des Immunsystems eine große Rolle.

Für die Erkrankung Neurodermitis gibt es kein klares Heilmittel, welches den kompletten Rückgang bzw. ein verschwinden der Erkrankung fabriziert. Dies ist nicht zuletzt auch auf die verschiedenen Ursachen von Neurodermitis zurückzuführen, die eine stets individuelle Behandlung quasi erzwingen.

Um eine Ursache genau ermitteln zu können, wird bei Neurodermitis in der Regel ein großer Zeitraum benötigt, um Faktor für Faktor zu analysieren. Nicht selten kommt es daher vor, dass die betroffenen Personen über Jahre hinweg verschiedene Versuche durchführen, die dann die jeweiligen Katalysatoren herauskristallisieren. Eine Garantie zum genauen Ermitteln der Ursachen ist aber auch dadurch nicht gegeben.

Welche Merkmale weist Neurodermitis auf?

Zwei wesentliche Eigenschaften finden sich bei der Erkrankung Neurodermitis:

  • Juckreiz

Der Juckreiz ist das erste Erkennungszeichen, welches für Neurodermitis spricht und eine typische Reaktion des Körpers ist. Meist handelt es sich dabei immer um die gleichen Stellen, die von diesem Juckreiz betroffen sind. Ellenbogen sowie Achseln oder auch Kniebeugen sind hier Stellen, die sehr häufig in Mitleidenschaft gezogen werden. Durch das stetige Jucken kommt es zu weiteren Hautirritationen, die dann zum zweiten Merkmal von Neurodermitis führt.

  • Rötungen

Betroffene Stellen röten sich und können teilweise auch aufplatzen bzw. aufreizen. Zusätzlich wird die umliegende Haut trocken und spröde, was nicht selten mit zu wenig Feuchtigkeit verwechselt wird.

Da die Ursachen bei Neurodermitis und fehlender Feuchtigkeit der Haut komplett unterschiedlich sind, kann eine falsche Einschätzung zu einer falschen Behandlung und somit zu einer intensiveren Ausbreitung von Neurodermitis führen. Damit stets eine gute Entscheidung getroffen werden kann, ist es wichtig ein paar Tipps zum Thema Neurodermitis zu beherzigen.

Welche Tipps sind hilfreich für einen besseren Umgang mit Neurodermitis?

  • Haut pflegen und beruhigen

„Bei Neurodermitis bloß nicht Jucken“, das sagt jeder Arzt. Doch natürlich ist dies wesentlich einfacher gesagt als getan. Dennoch ist das Aussetzen des Juckens ein ganz wichtiger Bestandteil, um die Reizungen der Haut zu mildern. Zudem sollten Produkte, die als Katalysator identifiziert wurden, unter allen Umständen gemieden werden. Jede zusätzliche Förderung der Krankheit macht den Umgang mit Neurodermitis nur noch schwieriger und kann sich mitunter auch auf die Psyche eines Menschen auswirken. Wichtig ist hierbei eine Hautpflege, die die Schutzfunktion und Feuchtigkeit der Haut erhält, trockene Haut geschmeidiger macht und gut vertragen wird.

  • Auslöser vermeiden

Faktoren, die als Auslöser der Krankheitsschübe erkannt wurden sollten weitgehend vermieden werden.  Hohe psychische Belastungen können zum Beispiel ein solcher Faktor sein.  Zu viel Stress kann schnell dazu führen, dass Neurodermitis verstärkt ausbricht und sich nicht nur an den gewohnten, sondern auch an anderen Stellen zeigt. Bemerkt man also ein zu hohes Stresslevel, so sollte bei Neurodermitis lieber ein Gang zurückgeschaltet werden.

  • Immunsystem schützen

Um das Immunsystem nicht weiter zu schwächen ist es wichtig, Bakterien fern zu halten und Infektionen zu vermeiden. Antientzündliche Maßnahmen unterstützen dabei den Heilprozess. Um Neurodermitis einzudämmen bzw. in manchen Fällen den Ausbruch sogar ganz zu vermeiden, empfiehlt es sich außerdem, eine ausgewogene Ernährung und einen ausgewogenen Lebensstil zu entwickeln. Dies hilft zudem nicht nur bei Neurodermitis, sondern auch vor vielen anderen Belastungen, die sich der Körper täglich ausgesetzt sieht.

 

Keineswegs handelt es sich bei Neurodermitis um eine Erkrankung, die nur auf einen Faktor zurückzuführen ist, wie beispielsweise ein bestimmtes Produkt auf das der Körper entsprechend reagiert. Bei Neurodermitis kann auch die Situation bestehen, dass es ganz verschiedene Ursachen gibt, die alle die Erkrankung Neurodermitis fördern bzw. auslösen.

In wieweit kann die Naturheilkunde eine echte Hilfe bei Neurodermitis sein?

Zum Thema Neurodermitis gibt es in der Naturheilkunde zahlreiche Kategorien, die sich mit der Behandlung dieser Krankheit beschäftigen. Patienten von Neurodermitis setzen nicht selten verstärkt auf Produkte aus der Natur in Form von rückfettenden Cremes und Salben, da diese eine Behandlung der Erkrankung meist vereinfachen. Künstlich hergestellte Produkte helfen bei Neurodermitis kaum. Auch dies ist einmal mehr auf die ganz verschiedenen Ursachen von Neurodermitis zurückzuführen. Achten Sie deshalb auf seifenfreie, pH-neutrale Produkte, die zusätzlich konservierungsmittel- und duftstofffrei sind.

Will man bei Neurodermitis auf die Naturheilkunde vertrauen, so ist es auch hier stets wichtig, die genauen Ursachen zu finden, um gute Entscheidungen treffen zu können. Nichtsdestotrotz gilt diese Art der Behandlung bei Patienten von Neurodermitis dennoch als die wesentlich effektivere Variante. Als erfolgreich gelten hier alle Wirkstoffe mit entzündungshemmenden Eigenschaften.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Erstellung von Diagnosen oder Therapieempfehlungen um eine ärztliche/therapeutische Tätigkeit handelt. Als pharmazeutischer Hersteller dürfen wir diesbezüglich keine Empfehlungen aussprechen. Bitte besprechen Sie eventuelle Fragen mit Ihrem Arzt/Therapeuten oder Apotheker. Bei direkten Fragen zu unseren Präparaten helfen wir Ihnen gerne weiter.