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Arthritis

Arthritis

Warum tun morgens die Knie so weh? Das kann kein Muskelkater sein, und der Sport ist auch schon ein paar Tage her. Am besten einfach liegen bleiben. Also gut, Bewegung soll ja helfen. Na bitte, wird doch schon besser. Vielleicht nur falsch gelegen? Vielleicht, aber es könnte sich auch ein wirkliches Problem ankündigen: entzündete und verschleißende Gelenke, bekannt als Arthritis.

Arthritis – Schicksal, Vererbung oder Erkrankung?

Das Vertrackte an der Arthritis ist, dass sie irgendwann mit leichten Beschwerden anfängt, die die meisten Betroffenen nicht wirklich ernst nehmen, da sie anfänglich wieder verschwinden. Die Schmerzen haben sich damit vorübergehend verabschiedet, die Ursache ist indes geblieben.

Wie die Endung „-itis“ vermuten lässt, handelt es sich um einen entzündlichen Prozess im Körper, der sich bei der Arthritis – griechisch „arthron“ = Gelenk – auf Gelenke bezieht. Die Arthritis zählt zum rheumatischen Formenkreis und hat häufig als Folge eine Schädigung der Gelenkinnenflächen.

 

Mögliche Ursachen von Arthritis

  • Autoimmunerkrankung, also eine Abwehrhaltung des Organismus gegen körpereigenes Gewebe,
  • Folge einer bakteriellen Infektion, zum Beispiel aufgrund von Operationen oder Injektionen,
  • Viren wie Rötelnvirus, Mumpsvirus, Hepatitis-B-Virus können die Arthritis auslösen.

 

Insofern mag es schicksalsbedingt sein, ob man erkrankt. Die Frage nach dem Anteil der Vererbung hinsichtlich der Erkrankungswahrscheinlichkeit ist nicht eindeutig beantwortet, denn es löst wohl nicht ein einzelnes Gen das Gelenkrheuma aus, vielmehr seien einige Gene für etwa ein Drittel des genetischen Risikos für Rheuma verantwortlich, meinen Experten. Eine Erkrankung ist die rheumatoide Arthritis allemal, die in Deutschland circa einen von hundert Erwachsenen und Frauen dreimal häufiger als Männer befällt.

Gelenkentzündungen – Geißel nur der Älteren?

Lebensstil und Umwelt haben unabhängig vom Vorliegen einer genetischen Disposition deutlichen Einfluss auf das Entstehen einer Arthritis. Erwiesen ist, dass Rauchen die Gelenkentzündung fördern kann. Mittlerweile rauchen zwar weniger Menschen, aber sie fangen bereits in jugendlichen Jahren damit an.

Im Gegensatz zur Arthrose, bei der es aufgrund Überbeanspruchung oder Fehlstellungen im Laufe der Jahre zu degenerativen Gelenkschädigungen kommt, spielt das Alter keine ausschlaggebende Rolle. In erster Linie trifft die Arthritis Erwachsene. Es gibt aber auch die sogenannte Juvenile Idiopathische Arthritis, die mit unbekannter Ursache Kinder vor dem 16. Lebensjahr ereilt. Dabei ist nach Aussage der Deutschen Rheuma-Liga das außer Kontrolle geratene Immunsystem der treibende Auslöser. Durch die Entzündung, die meist von der Gelenkinnenhaut auf die Knorpel und Knochen übergreift, entstehen die Schmerzen.

Die Folge: Bewegungseinschränkungen oder gar Bewegungsunmöglichkeit. Und je älter die Betroffenen sind, umso massiver werden die Schädigungen und damit die Beschwerden. Betreffen kann die rheumatoide Arthritis jedoch alle Altersgruppen.

Bewegung und Lebensqualität bei Arthritis

Gelenkentzündungen haben erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität, und je länger es dauert, bis Gegenmaßnahmen ergriffen werden, umso dramatischer können die Auswirkungen sein. Der Arzt wird je nach Stadium eine Arthritis-Therapie mit folgenden Elementen verordnen:

  • Schmerzmittel.
  • Nichtsteroidale Antirheumatika, da sie rasch Linderung verschaffen.
  • Basismedikamente, die das Voranschreiten der rheumatoiden Arthritis aufhalten oder wenigstens verlangsamen und damit den Verlauf positiv beeinflussen. Ihre Wirksamkeit ist bei langfristiger Gabe hinsichtlich der Verminderung der Krankheitsaktivität und der Knochenzerstörung nachgewiesen.
  • Übergewicht kann das Problem verstärken, also sollte die Ernährung mit dem Ziel der Gewichtsreduktion umgestellt werden.
  • Gesunde Lebensmittel spielen eine Rolle. Das bedeutet wenig rotes Fleisch, wenig Schweinefett, Alkohol und Nikotin sollten gemieden werden. Dafür in Maßen Fisch, Gemüse und Obst, kalziumreiche Lebensmittel, Vollkornprodukte.
  • Physiotherapie stärkt die Muskeln und verhindert die Versteifung der Gelenke.
  • Bewegungsbäder erleichtern das Training.
  • Ergotherapie vermittelt Betroffenen Erkenntnisse darüber, wie sie Hilfsmittel einsetzen und ihre Gelenke entlasten.
  • Spezielle Bewegungsprogramme sorgen dafür, dass sich Patienten so viel wie möglich bewegen, um die Gelenke fit zu halten.
  • Im schlimmsten Fall helfen Operationen und der Austausch von Gelenken, um wieder mehr Bewegung und weniger Schmerzen zu erzielen.

Auch die Natur kennt Lösungen für entzündete Gelenke

Arthritis-Patienten berichten immer wieder, dass ihnen eine Kombination aus konventioneller Therapie, Schulmedizin und Naturheilverfahren am besten hilft. Da die Natur für sehr viele Krankheitsbilder entzündungshemmende pflanzliche Wirkstoffe bereithält, lässt sich bei Gelenkentzündung und Arthrose auf die Phytotherapie zurückgreifen, um ergänzend gute Therapieerfolge zu erzielen.

Mit Hilfe der Pflanzenheilkunde lässt sich das Krankheitsbild der Arthritis effektiv und schonend lindern. Für Borretsch, Katzenkralle und Nachtkerze ist eine Wirksamkeit gegen Arthritis in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Vor allem Gamma-Linolensäure-haltige Öle wie Nachtkerzen- und Borretschsamenöl sind zur Symptomlinderung bestens geeignet. Die Heilpflanzen stehen zur äußerlichen Anwendung den Patienten in Form von Badezusätzen, Umschlägen oder Salben zur Verfügung. Für die innere Einnahme eigenen sich Kapselformen und Tees.

Eine große Heilkraft wird auch den homöopathischen Pflanzen Sumpfporst, Giftsumach und Ameisensäure nachgesagt. Sie helfen sowohl bei akuten als auch chronischen Gelenk- und Muskelschmerzen. Herbstzeitlose, Lebensbaum, Lithium und Sauerdorn unterstützen normale Stoffwechselvorgänge – sie werden bei Gelenkentzündungen eingesetzt, die durch Stoffwechselstörungen entstanden sind.
 

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Erstellung von Diagnosen oder Therapieempfehlungen um eine ärztliche/therapeutische Tätigkeit handelt. Als pharmazeutischer Hersteller dürfen wir diesbezüglich keine Empfehlungen aussprechen. Bitte besprechen Sie eventuelle Fragen mit Ihrem Arzt/Therapeuten oder Apotheker. Bei direkten Fragen zu unseren Präparaten helfen wir Ihnen gerne weiter.

Quellenangaben

>https://www.rheuma-liga.de/rheuma/krankheitsbilder/rheumatoide-arthritis
>https://www.gesundheitsinformation.de/rheumatoide-arthritis.html
>https://arthritis.behandeln.de/arthritis-und-ernaehrung.html?gclid=Cj0KCQjw0K-HBhDDARIsAFJ6UGhmPJ7yvxZsqRUbfwYY4AdhAAwGDwEcmiaDNFSegC7z3pL0-VpXl30aAqOkEALw_wcB&gclsrc=aw.ds
>https://gelenk-klinik.de/gelenke/arthrose.html
>https://www.rauchfrei-info.de/informieren/verbreitung-des-rauchens/raucherquote-bei-kindern-jugendlichen/ >https://idw-online.de/de/news332795
>http://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/TE/A-Z/PDF_Kurzversion/Gelenkerkrankungen_k.pdf