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Rückenschmerzen

Rückenschmerzen

Der Rücken ist ein Meisterwerk, dem ein genialer Bauplan zugrunde liegt. Und trotzdem erleben bis zu 85 Prozent der Deutschen mindestens einmal in ihrem Leben ein Drama im Wirbelbereich – mit Schmerzen zwischen Nacken und Steißbein. Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann leiden sogar an chronischen Rückenschmerzen...

Wie Rückenschmerzen entstehen und wer häufig betroffen ist

Der Rücken ist genial. Nur sabotiert die Lebensweise des Menschen häufig das evolutionäre Glanzstück. Denn der Alltag zwingt den Rücken, entgegen seiner anatomischen Voraussetzungen, statisch zu werden – vor allem bei einer Bürotätigkeit am Arbeitsplatz. Fehlbelastungen durch zu langes Sitzen, zu wenig oder eine zu einseitige Bewegung fordern ihren Preis: Die Rückenmuskulatur verkrampft und die Bandscheiben werden mürbe. Ein Großteil der gängigen Rücken- und Nackenbeschwerden ist darauf zurückzuführen. Probleme mit dem Kreuz haben aber nicht nur körperliche Ursachen. Experten wissen heute, dass Rücken und Psyche eng miteinander verknüpft sind. Falscher Ehrgeiz, Stress, panische Angst, das Gefühl der Einsamkeit – seelische Probleme können sich wie Blei auf die Schultern legen. Die dabei ausgeschütteten Stresshormone „drücken“ auf das Rückgrat, indem sie die Muskeln unter Hochspannung setzen. Zudem senken Frustration und Niedergeschlagenheit die Schmerzschwelle – allein der Gedanke an den Schmerz intensiviert ihn.

Welche Merkmale und Unterschiede gibt es bei Rückenschmerzen?

Mal zwickt es nur, mal hauen uns Rückenschmerzen buchstäblich um: Bei jeder Bewegung schießen dann gefühlte 1000 Volt durch die Rückenmarksnerven. Die Beschwerden können chronisch sein oder nur zeitweise auftreten. Mitunter sind die Schmerzen so heftig, dass sich Betroffene kaum noch rühren können. Hotspots im Rücken sind die Bereiche Schulter/Nacken und die Lendenwirbelsäule. Am häufigsten zeigen sich Schmerzen in der unteren Rückenpartie, die auch am stärksten belastet ist. Hier kommt es meist zu Muskelverspannungen, Faszienverhärtungen, aber auch zu Bandscheibenvorfällen. Schmerzen in der Nackenregion werden oft durch eine ungünstige Körperhaltung im Job oder psychische Faktoren ausgelöst. Die Beschwerden entstehen meist durch Muskelverspannungen und strahlen oftmals in Schultern, Arme und/oder den Hinterkopf aus.

 

Experten unterteilen Rückenschmerzen dabei in zwei Gruppen:

  • Spezifische Rückenschmerzen: Diese basieren immer auf einem bestimmten körperlichen Auslöser, zum Beispiel einer Wirbelblockade, einem Bandscheibenvorfall oder einer Osteoporose. In diesem Fall kann also genau ermittelt werden, woher die Beschwerden kommen und die Ursache gezielt behandelt werden.
  • Unspezifische Rückenschmerzen: Sie haben keine eindeutig krankhafte körperliche Veränderung als Ursache. Neuesten Forschungen zufolge gelten etwa 85 Prozent aller Rückenschmerzen als unspezifisch. Die Behandlung erfolgt daher meist symptomatisch, es bedeutet: Im Vordergrund steht die Eindämmung der Schmerzen, die Verbesserung der Beweglichkeit und die Stärkung der Rückenmuskulatur.

Ein besserer Umgang mit Rückenschmerzen - diese Tipps und Tricks helfen dabei

Egal ob punktueller Schmerz oder ein allgemeiner Druck – jeder hat es selbst in der Hand, anhaltende Rückenschmerzen nachhaltig loszuwerden:

  1. In Bewegung bleiben: Statt zur Bettruhe raten Ärzte heute zu einer frühzeitigen Mobilisierung bei Rückenschmerzen. Sobald die ersten heftigen Beschwerden abgeklungen sind, sollten Betroffene täglich 20 Minuten spazieren gehen. Das kurbelt die Durchblutung und die Bildung schmerzhemmender Stoffe an. Vor allem Gehen auf unebenen Waldwegen trainiert die Tiefenmuskulatur rund um die Wirbelsäule.
  2. Wärme: Bei den meisten Rückenbeschwerden helfen Wärmeauflagen. Sie weiten die Blutgefäße, regen den Stoffwechsel an und lösen Verspannungen. Geeignet sind Wärmepflaster, Wickel, Wärmeflaschen, warme Packungen oder ein Vollbad.
  3. Zappeln erwünscht: Experten empfehlen dynamisches Sitzen. Wer auf dem Stuhl herumzappelt oder die Sitzposition häufig verändert, stärkt die Muskulatur und regt seine Durchblutung an.
  4. Zeit für Entspannung: Rücken unter Druck? Entspannungsübungen können helfen, stressbedingte Verspannungen zu lösen. Besonders geeignet bei akuten Rückenschmerzen von leichter bis mittelschwerer Intensität ist Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training.
  5. Stufenlagerung: Gegen akute Schmerzen insbesondere im Bereich der Lendenwirbel schafft diese SOS-Übung meist eine sofortige Linderung: Oberkörper in Rückenlage auf den Boden legen. Die Unterschenkel auf einen Hocker ablegen. Die Knie sind dabei um etwa 90 Grad angewinkelt. Position so lange beibehalten, bis eine Linderung der Beschwerden eintritt.

Naturheilkunde - für das Thema Rückenschmerzen eine besondere Hilfe?

Zusätzlich zu körperlicher Aktivität, Entspannung und Wärme gibt es auch pflanzliche Unterstützung, die Schmerzen in Muskeln und am Bewegungsapparat lindert. So kann die afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) unkomplizierte Kreuzschmerzen reduzieren und die Beweglichkeit im Alltag verbessern. Auch die optimale Versorgung von Nährstoffen wie Magnesium ist hilfreich, um die Muskeln bei der Entspannung zu unterstützen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Erstellung von Diagnosen oder Therapieempfehlungen um eine ärztliche/therapeutische Tätigkeit handelt. Als pharmazeutischer Hersteller dürfen wir diesbezüglich keine Empfehlungen aussprechen. Bitte besprechen Sie eventuelle Fragen mit Ihrem Arzt/Therapeuten oder Apotheker. Bei direkten Fragen zu unseren Präparaten helfen wir Ihnen gerne weiter.