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Kinder & Immunsystem

Kinder & Immunsystem

Kaum ist der letzte Infekt ausgestanden, beginnt schon der nächste: Wenn kleine Kinder dauerhaft kränkeln, reagieren Eltern oft besorgt. Doch das kindliche Immunsystem trainiert sich schlicht noch fit – und dabei können wir es prima unterstützen!

Wie sich Infekte bei kleinen Kindern auf die Abwehrkräfte auswirken

Es stimmt, Erkältungen und harmlose Infekte geben sich bei Kita- und Grundschulkindern oft die Klinke in die Hand. Es trifft sie viel häufiger als Erwachsene. Bis zur Vorschulzeit machen sie zehn bis zwölf Infekte jährlich durch – und im Schulalter immer noch bis zu acht.

Das ist für die ganze Familie belastend und oft anstrengend. Für die Entwicklung eines starken Immunsystems – und damit für die spätere Gesundheit der Kleinen – sind diese Erkrankungen aber enorm wichtig.

So arbeitet das kindliche Immunsystem

Wenn Babys auf die Welt kommen, verfügen sie zwar bereits über ein körpereigenes Abwehrsystem – besonders schlagkräftig ist es jedoch noch nicht. Vor der Geburt teilt die Mutter nämlich bereits ab dem vierten Schwangerschaftsmonat Antikörper über die Plazenta, die das Kind im Bauch schützen und sein unreifes Immunsystem nach der Geburt unterstützen. Beim Stillen werden weitere mütterliche Antikörper übertragen, die dem Kind zunächst zumindest einen passiven Schutz vor Krankheiten verleihen.

Denn das unspezifische Immunsystem des Babys „weiß“ noch nichts über Krankheitserreger wie Viren, Bakterien oder Pilze. Es versucht zwar schon, Erreger abzuwehren, kann sie aber noch nicht gezielt bekämpfen. Erst im Kontakt mit ihnen lernt es, effektiv zurückzuschlagen.

Mit jeder Erkältung und jedem Magen-Darm-Infekt baut das kindliche Immunsystem neue eigene Antikörper gegen die verschiedenen Eindringlinge auf – das immunologische Gedächtnis wächst. Durch dieses Training verbessert sich die körpereigene Abwehr stetig. Je älter unsere Kinder werden, umso seltener liegen sie mit Infekten flach. Etwa um das zehnte Lebensjahr herum sind sie dann „aus dem Gröbsten raus“.

Allerdings kann es bei gleichaltrigen Kindern durchaus zu Unterschieden kommen: Umwelteinflüsse, familiäre Vorbelastungen oder Vorerkrankungen wirken sich auf die Krankheitshäufigkeit aus. Als infektanfällig gelten Kinder aber erst, wenn sie häufiger als 12-mal im Jahr das Bett hüten müssen, wenn die Infekte lange anhalten oder Komplikationen auftreten.

Tipps für ein fittes Immunsystem bei Kindern

Kinder brauchen den Kontakt mit verschiedenen Krankheitserregern. Wir tun ihnen keinen Gefallen, wenn wir ständig das Desinfektionsmittel im Anschlag halten und versuchen, sie in möglichst steriler Umgebung aufwachsen zu lassen. Im Gegenteil: Studien haben gezeigt, dass sich übertriebene Hygiene langfristig sogar nachteilig auf die Gesundheit auswirkt und das Risiko für Allergien verstärkt.

Wir sollen und können unsere Kinder also nicht vor allen Keimen schützen. Glücklicherweise können wir aber zumindest einiges dafür tun, dass ihre Abwehrkräfte in guter Verfassung sind und rasch in der Lage, fiese Erreger unschädlich zu machen:

  • Ab an die frische Luft: Täglich mindestens 30 Minuten draußen Licht und Luft tanken – egal, bei welchem Wetter! Bewegung sorgt für gute Laune und hilft den Kindern, Anspannung loszuwerden. Frische Luft befeuchtet die Schleimhäute der Atemwege und unterstützt so bei der Erregerabwehr. Und mit Hilfe des Tageslichts produziert der Körper Vitamin D, das für ein fittes Immunsystem unverzichtbar ist.
  • Bunt ist gesund! Viel frisches Obst und Gemüse für die Kinder zubereiten. Je bunter die Auswahl und je mehr Abwechslung beim Essen, desto eher stellen wir sicher, dass alle wichtigen Nähr- und Vitalstoffe und alle immunrelevanten Vitamine und Spurenelemente auf ihren Tellern landen.
  • Schlafmützen vor! Ausreichend Schlaf ist absolut notwendig, damit Kinder Infekte schnell abwehren können und ihr Immunsystem fit bleibt. Einjährige brauchen etwa 14 Stunden Schlaf pro Tag, Neunjährige immer noch bis zu 11 Stunden. Tabellen der Krankenkassen geben verlässlich darüber Auskunft, wieviel Schlaf Kinder in welchem Alter benötigen.
  • Stress, lass nach: Kinder die unter hohem Leistungsdruck stehen, viel Stress haben oder oft traurig sind, werden häufiger krank. Denn seelische Belastungen wirken sich negativ auf die Abwehrkräfte aus. Wir sollten deshalb unbedingt schauen, wie wir unserem Kind helfen können – eventuell gemeinsam mit dem Kinderarzt.
  • Einseifen, bitte:  Ok, übertriebene Hygiene wirkt kontraproduktiv – ein gesundes Maß an Sauberkeit ist aber notwendig. Dazu gehört das regelmäßige gründliche Händewaschen vor dem Essen und immer, nachdem das Kind in der Öffentlichkeit unterwegs war.
  • Schluss mit Zigarette: Passivrauchen schwächt das kindliche Immunsystem. In Gegenwart der Kinder sind Zigaretten deshalb tabu – am besten auch generell in der eigenen Wohnung aufs Rauchen verzichten.

Schutzimpfungen leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zu einem fitten Immunsystem. Schon im ersten Lebensjahr erhalten Babys Impfungen, die sie vor schweren Infektionskrankheiten schützen. Mit dem Impfstoff gelangen abgetötete oder abgeschwächte Erreger in den Körper. Die eigentliche Krankheit können sie nicht auslösen – dennoch bildet das kindliche Immunsystem Antikörper und Gedächtniszellen, die sofort reagieren, wenn das Kind mit dem echten Krankheitserreger in Kontakt kommt. Geimpfte Kinder sind dann also immun.

Wie die Naturheilkunde das Immunsystem von Kindern unterstützen kann

Neben gesunder Ernährung, ausreichend Schlaf, viel frischer Luft und regelmäßiger Bewegung können verschiedene Vitamine und Mineralstoffe die Entwicklung des kindlichen Immunsystems und seine Leistungsfähigkeit unterstützen: Vor allem Vitamin C, Vitamin D und Zink.

In der Naturheilkunde spielen zudem sekundäre Pflanzenstoffe eine wichtige Rolle – Stoffe, die einige Pflanzen bilden, um widrigen Umweltbedingungen zu trotzen.  Manche dieser Stoffe kann sich auch das kindliche Abwehrsystem zu Nutze machen. Jedoch finden sie sich unter anderem in einzelligen Algen und bestimmten Pilzen – dazu zählen z.B. die Spirulina-Alge und der Hiratake-Vitalpilz. Beides steht eher nicht auf der Liste typischer Kinder-Lieblingsspeisen. Nahrungsergänzungsmittel können diese Lücke füllen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Erstellung von Diagnosen oder Therapieempfehlungen um eine ärztliche/therapeutische Tätigkeit handelt. Als pharmazeutischer Hersteller dürfen wir diesbezüglich keine Empfehlungen aussprechen. Bitte besprechen Sie eventuelle Fragen mit Ihrem Arzt/Therapeuten oder Apotheker. Bei direkten Fragen zu unseren Präparaten helfen wir Ihnen gerne weiter.

Quellenangaben

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): "Wir reagiert unser Immunsystem auf Impfungen?"
AOK Gesundheitsmagazin: "Schlaftabelle zum Schlafbedarf von Kindern."
Deutscher Berufsverband der Hals-, Nasen- und Ohrenärzte e.V.: "Kita-Kinder. Infektparade stärkt langfristig das Immunsystem."