Zum Hauptinhalt springen

Unterneh­mens­geschichte

Unterneh­mens­geschichte

Das Entdecker-Gen

Das Interesse an der Natur und der Pflanzenheilkunde wurde Werner Loges bereits in die Wiege gelegt. Schon in frühester Kindheit - inspiriert durch ein Kräuterbuch, das ihm seine Großmutter zu Weihnachten schenkte - sammelte, trocknete und archivierte er leidenschaftlich Pflanzen und Pflanzenteile. Diese Faszination weckte früh den Wunsch in ihm, einmal Pharmazie zu studieren. Anfang der 1950er Jahre liest Werner Loges in seinem kleinen, Hamburger Studentenzimmer einen Fachartikel über die traditionelle asiatische Heilpflanze Rauwolfia serpentina. Der Verfasser beschreibt eindrücklich die beruhigende Wirkung der in Europa weitestgehend unbekannten „Indischen Schlangenwurzel“ und ihren Einsatz in der traditionellen Medizin. Begeistert fasst Werner Loges den Entschluss, dieses mystische Gewächs zum Thema seiner Promotion zu machen.
 

Die schicksalhafte Entscheidung

Werner Loges ist Ende 20, als er die Fährte zum Autor des Fachartikels aufnimmt. Ein Gelehrter aus Pakistan soll ihm geschrieben haben. Doch einfach Koffer packen und los - so leicht geht das in diesen Tagen nicht. Rauwolfia serpentina wächst nur auf dem Asiatischen Kontinent im Norden Indiens, genauer gesagt in der Grenzregion zwischen Indien und Pakistan. Der junge Werner verfügt nur über bescheidene finanzielle Mittel. So muss er, um überhaupt reisen zu können, zunächst ein kleines Darlehen aufnehmen. Zweifel an seinem Vorhaben hat er aber keine. Ganz anders als sein Umfeld, denn erst seit Kurzem herrscht zwischen Indien und Pakistan eine fragile Ruhe. Im Zentrum des Konflikts zwischen Hindus und Muslimen: Die Heimat ausgerechnet jener Heilpflanze, die es Loges angetan hat und deren Wirkung er so dringend erforschen will. Die Region Kaschmir. Aber sein Plan steht fest. Denn nichts hält einen leidenschaftlichen Entdecker auf.
 

Der Weg und das Ziel

Nach einer langen und beschwerlichen Reise – mit dem Schiff, der Bahn, sogar per Anhalter – erreicht der Pharmazie-Doktorand Werner Loges endlich sein Ziel: die Region Kaschmir am Fuße des Himalaya. Der Urheber des Fachbeitrags lebt und arbeitet als Lehrer in einem kleinen Dorf in den Hochlagen des gigantischen Bergmassivs, wo Werner Loges ihn tatsächlich aufspürt. Sein weit über den Fachartikel hinausgehendes Wissen - etwa über die Bedeutung der heimischen Schlangenwurzel in der Traditionellen Indischen Medizin – beeindruckt den Doktoranden. Es gelingt ihm, seinen neuen Freund für eine erneute Expedition zu gewinnen. Nach einem mühsamen Aufstieg ist es geschafft: An einem kargen Berghang gräbt Werner Loges eigenhändig - unter den prüfenden Augen des Mentors - seine erste Rauwolfia serpentina aus. Zurück in seiner Unterkunft verzehrt Werner Loges Blüten und Blätter der Pflanze und fällt in einen tiefen, erholsamen Schlaf. Immer wissenschaftlich korrekt wiederholt er den Versuch mehrere Male und notiert: Das Ergebnis ist reproduzierbar. Der angehende Doktor der Pharmazie schlägt die restlichen Pflanzenteile in feuchte Tücher, verstaut sie sicher in seinem Rucksack und tritt – nach insgesamt drei Monaten in Südasien – seine Heimreise nach Hamburg an.
 

Der Grundstein

Einige Zeit später, im Jahr 1958, entwickelt der mittlerweile promovierte Pharmazeut Dr. Werner Loges aus Rauwolfia serpentina die Rezeptur seines ersten Arzneimittels: dystoLoges. Zusammen mit einem Schulfreund gründet er die „Kausan Arzneimittel Dr. Loges + Co“ und legt den Grundstein für ein bis heute einzigartiges Sortiment mit innovativen Gesundheitspräparaten aus der ganzen Welt. Sein Entdeckergeist und seine Innovationskraft leben bis heute fort und sind unser täglicher Antrieb, Naturheilkunde neu zu entdecken.