Stress hat viele Gesichter
Unser modernes Leben ist schnelllebig, voller Verpflichtungen und ständiger Reize. Vielen Menschen fällt es immer schwerer, abzuschalten und zu entspannen. Körper, Geist und auch der Alltag können dann leicht aus dem Gleichgewicht geraten. Das äußert sich auf ganz unterschiedliche Weise: von Schlafstörungen über Symptome wie Herzrasen, nervösen Magen-Darm-Beschwerden bis hin zur völligen Erschöpfung, dem sogenannten Burnout. (1)
Je nach Ursache und Ausprägung gibt es verschiedene Formen stressbedingter Störungen.
Vegetative Dystonie
Das ist der Sammelbegriff für verschiedene Beschwerden, die durch eine Fehlfunktion des vegetativen Nervensystems entstehen und keine erkennbare organische Ursache haben. Das vegetative Nervensystem ist der Teil deines Nervensystems, der lebenswichtige Funktionen des Körpers (z. B. Atmung, Herzschlag etc.) automatisch und unbewusst steuert.
Symptome einer vegetativen Dystonie sind daher unter anderem Nervosität, Kreislaufprobleme, Schlafstörungen, Herzklopfen und Verdauungsstörungen.2
Stress
Dabei handelt es sich um eine Reaktion des Körpers auf äußere oder innere Belastungen. Er schaltet bei Stress vermehrt auf Aktivierung: Herzschlag und Blutdruck steigen, die Atmung beschleunigt sich, sodass Muskulatur und Gehirn mehr Blut und Sauerstoff erhalten. Der Körper wird also auf Höchstleistung eingestellt. Diese Reaktion ist kurzfristig hilfreich. Wird der Stress nicht abgebaut, kann das den Körper und das Immunsystem schwächen sowie zu gesundheitlichen Folgen wie etwa Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden und vielem mehr führen. Lang andauernder Stress erhöht zudem das Risiko für Erkrankungen wie Bluthochdruck und Störungen des Stoffwechsels.1
Burnout beziehungsweise Burnout-Syndrom
Dieser Zustand der totalen Erschöpfung entwickelt sich nach andauerndem, chronischem Stress. Ein Burnout entsteht nicht nur im beruflichen Kontext, sondern kann im Prinzip jeden treffen, der eine belastende Lebenssituation meistern muss. Der Körper verliert durch die Dauerbelastung die Fähigkeit zur Selbstregulation, es kommt zu tiefer Erschöpfung auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene. Typisch sind körperliche Symptome (z. B. Magen-Darm-Beschwerden), eine reduzierte Leistungsfähigkeit und die fehlende Motivation, etwas zu tun oder zu ändern.3
Nervosität und Unruhe
Sie können durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden, wie zum Beispiel Überforderung oder Ängste (z. B. Prüfungen). Mitunter stecken auch körperliche oder psychische Erkrankungen oder ein zu hoher Konsum von Genussmitteln wie Kaffee, Tabak oder Alkohol dahinter. Nervosität und Unruhe äußern sich vor allem durch die Unfähigkeit, sich zu entspannen. Körperliche Symptome (z. B. Herzrasen, Schwitzen, zitternde Hände) kommen oftmals hinzu. Abhängig von den Auslösern lassen Nervosität und Unruhe in vielen Fällen auch schnell wieder nach.4
Fazit
Stress hat viele Gesichter und kann sich auf unterschiedliche Weise äußern. Gut zu wissen: Es gibt eine ganze Reihe wirksamer Ansätze, die Entlastung bieten.