Guter Schlaf ist ein zentraler Faktor für die Gesundheit. Während des Schlafes finden lebenswichtige Regenerationsprozesse statt: Zellen erneuern sich, das Gehirn verarbeitet Erlebtes und das Immunsystem wird gestärkt. Viele Menschen haben jedoch mit Schlafstörungen zu kämpfen.

Bleibt die benötigte Erholung dauerhaft aus, hat das spürbaren Einfluss auf die Leistungsfähigkeit, Stimmung und das allgemeine Wohlbefinden. Zudem steigt das Risiko für gesundheitliche Probleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck und Depressionen. Umso wichtiger ist es, Schlafstörungen frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu verstehen und gezielt gegenzusteuern.1,2

Wann spricht man von Schlafstörungen?

Von einer Schlafstörung sprechen Fachleute, wenn der Schlaf an drei Tagen in der Woche über einen längeren Zeitraum (etwa einen Monat) nicht erholsam ist und dadurch der Alltag spürbar beeinträchtigt wird.3

Während Erwachsene im Durchschnitt sieben Stunden Schlaf pro Nacht benötigen, liegt der Bedarf bei Kindern und Jugendlichen bei etwa acht bis neun Stunden Schlaf. Ältere Menschen kommen hingegen mit etwa sechs Stunden aus. Das individuelle Schlafbedürfnis kann jedoch stark variieren.4 Entscheidend bei Schlafstörungen ist daher nicht die reine Schlafdauer, sondern vor allem die Qualität des Schlafs. 

Welche Formen von Schlafstörungen gibt es?

Schlafstörungen treten in unterschiedlichen Formen auf. Am häufigsten kommt die Insomnie vor, die auch als Ein- und Durchschlafstörung bekannt ist. Betroffene finden abends nur schwer in den Schlaf, wachen nachts immer wieder auf oder werden sehr früh wach, ohne erneut einschlafen zu können. Solche Ein- und Durchschlafstörungen werden von den Betroffenen als sehr belastend empfunden, da sie den natürlichen Schlafrhythmus stören und die nächtliche Erholung stark beeinträchtigen.5

Neben der Insomnie existieren weitere Formen von Schlafstörungen. Dazu zählen unter anderem schlafbezogene Atmungsstörungen wie das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom, bei dem es während der Nacht zu wiederholten Atemaussetzern kommt.5

Hypersomnien wiederum beschreiben ein krankhaft erhöhtes Schlafbedürfnis, das ebenfalls eine Belastung darstellt, weil es sich unter anderem durch übermäßige Tagesmüdigkeit auszeichnet – trotz genügend Schlaf.5

Eine weitere Variante ist die Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus, die beispielsweise bei Schichtarbeit oder Jetlag auftritt. Darüber hinaus gibt es viele weitere Formen von Schlafstörungen. Sie unterscheiden sich in ihren Ursachen, haben jedoch gemeinsam, dass sie die Schlafqualität und das Wohlbefinden deutlich beeinträchtigen.5

Frau wacht entspannt in einem hellen Bett auf und streckt sich ausgeschlafen - passend zum Thema Magnesiumglycinat und Schlaf.
Erholsamer Schlaf beginnt mit innerer Ruhe - Magnesiumglycinat kann die normale Funktion von Muskeln und Nervensystem unterstützen.

Symptome bei Schlafstörungen

Menschen mit Schlafstörungen fühlen sich morgens häufig erschöpft, oftmals trotz vermeintlich ausreichender Bettruhe. Tagsüber zeigen sich die Folgen durch Konzentrationsprobleme, verminderte Leistungsfähigkeit sowie erhöhte Reizbarkeit. Dazu kommt, dass viele Betroffene gedanklich um ihr Schlafproblem kreisen, was zusätzlichen Druck erzeugt und häufig einen Teufelskreislauf aus schlechter Nachtruhe und Sorgen verstärkt. Darüber hinaus können anhaltende Schlafprobleme langfristig auch körperliche Auswirkungen haben, etwa auf das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel oder das Immunsystem.2,3

Welche Ursachen haben Schlafstörungen?

Die Ursachen von Schlafstörungen sind vielfältig und überschneiden sich häufig. Psychische Belastungen wie Stress und Alltagssorgen zählen zu den häufigsten Auslösern. 

 

Weitere mögliche Ursachen sind: 

  • unregelmäßige Schlafenszeiten (zum Beispiel bei Schichtarbeit)
  • belastende Lebensumstände (Todesfall, Trennung)
  • übermäßiger Medienkonsum am Abend
  • körperliche Erkrankungen oder Schmerzen
  • Drogen und Alkohol
  • hormonelle Veränderungen
  • Schlafwandeln

Schlafstörungen entstehen in vielen Fällen durch das Zusammenwirken mehrerer Ursachen, wobei anhaltende Sorgen über den fehlenden Schlaf selbst eine verstärkende Rolle spielen können.3

Diagnose und Behandlung von Schlafstörungen

Die Behandlung von Schlafstörungen erfordert in der Regel einen ganzheitlichen Ansatz. Zu Beginn versucht die Ärztin oder der Arzt in einem ausführlichen Gespräch (Anamnese) mögliche Ursachen der Schlafstörung einzugrenzen. Ein Schlaftagebuch kann Betroffenen dabei helfen, wiederkehrende Muster und Auslöser zu erkennen, etwa Stress oder unregelmäßige Schlafzeiten. Anschließend folgt in der Regel eine körperliche Untersuchung, um physische Erkrankungen oder seelische Belastungen auszuschließen beziehungsweise diese gezielt zu behandeln.3

Zur ganzheitlichen Therapie zählen Anpassungen des Lebensstils, etwa eine konsequente Schlafhygiene (z. B. Dunkelheit, Ruhe, gute Matratze), feste Schlafenszeiten sowie Entspannungstechniken oder mehr Bewegung. Je nach Form der Schlafstörung können zusätzlich eine kognitive Verhaltenstherapie oder medikamentöse Maßnahmen in Betracht kommen. Wichtig: Schlafmittel können in akuten Phasen sinnvoll sein, ersetzen jedoch keine nachhaltigen Maßnahmen. 

Für die Behandlung von Schlafstörungen gibt es bislang kein Patentrezept – meist ist ein individuell abgestimmter Ansatz erforderlich.3

Magnesium und Schlaf

Magnesiumbisglycinat unterstützt die normale Funktion von Nerven und Muskeln und kann so indirekt zu einem ruhigeren Schlaf beitragen. Einzelne Studien liefern dafür erste Hinweise, auch wenn weitere Untersuchungen nötig sind, um die Wirkung eindeutig zu belegen.6,7

Wie lässt sich gesunder Schlaf unterstützen?

Viele Menschen unterschätzen, wie stark sich der Alltag, die Ernährung oder die Bildschirmnutzung auf den Schlaf auswirken. 

Dabei gibt es eine Reihe einfacher Maßnahmen, die einen gesunden Schlaf unterstützen können:

  • Angenehme Schlafumgebung: Eine kühle Raumtemperatur (ca. 18 Grad Celsius), frische Luft, Dunkelheit und möglichst wenig Lärm fördern die Entspannung.
  • Regelmäßige Routinen: Feste Schlafenszeiten und ruhige Abendrituale (ein Glas warme Milch oder eine warme Dusche) helfen dem Körper beim Abschalten.
  • Leichte Kost am Abend: Leichte Mahlzeiten am Abend, warme Getränke und kein Koffein oder Alkohol entlasten die Verdauung vorm Schlafen.
  • Bewegung: Regelmäßige Aktivitäten an der frischen Luft können helfen, leichter Schlaf zu finden.
  • Bett bewusst nutzen: Das Bett sollte vor allem zum Schlafen dienen – nicht zum Arbeiten, Essen oder Fernsehen. 
  • Medienzeit und Licht vermeiden: Helles Licht von Fernsehern und Smartphones können die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin hemmen und das Einschlafen erschweren. Übrigens: Blaulichtfilter -oder Brillen helfen nicht. Denn mittlerweile ist erwiesen, dass diese den anschließenden Schlaf nicht verbessern.8
  • Stress abbauen: Entspannungstechniken, Spaziergänge oder das Aufschreiben der Gedanken können das nächtliche Grübeln reduzieren.

Ein gesunder Schlaf lässt sich somit durch viele kleine Maßnahmen im Alltag positiv beeinflussen. Halten die Schlafprobleme jedoch länger an, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden, um die Ursachen zu klären.9