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Hitzewallungen

Hitzewallungen

Ein Spaziergang im Winter: 2 Grad minus Außentemperatur, der Mann friert, der Hund zittert - doch Ihnen ist der Schal gerade viel zu viel und auch die Mütze auf dem Kopf ist eindeutig fehl am Platz. Gefühlt haben Sie 40 Grad plus in Ihrem Inneren, krank sind Sie nicht – aber warum ist gerade irgendwie alles anders? Was Sie über die lästigen Schweißausbrüche wissen sollten und wie Sie Hitzewallungen in den Wechseljahren die kalte Schulter zeigen können.

Hitzewallungen – vor allem Frauen in den Wechseljahren sind betroffen

Auch wenn Hitzewallungen im Zusammenhang mit einigen Krankheiten und Ereignissen auftreten können, sind diese in erster Linie typisch für die Wechseljahre einer Frau. In dieser auch als Klimakterium bekannten Periode kommen sie sehr häufig vor und gelten als eines der häufigsten Merkmale der Wechseljahre bei Frauen.

Das Ausmaß, von dem Frauen während der Wechseljahre von Hitzewallungen betroffen sind, ist sehr unterschiedlich. In der Regel berichten fast alle Frauen, welche die Wechseljahre hinter sich gebracht haben von intensiven Hitzewallungen. Meistens werden Hitzewallungen von Schweißausbrüchen begleitet und werden von den Betroffenen als sehr unangenehm empfunden. Hitzewallungen treten häufig mehrfach am Tag auf und können die darunter Leidenden bis zu 20-mal täglich heimsuchen.

Hitzewallungen treten oft in Zusammenhang mit weiteren Begleiterscheinungen auf, wie zum Beispiel:

  • Druck im Kopf
  • Kopfschmerzen
  • allgemeines Unwohlsein
  • Herzklopfen

 

Neben den Wechseljahren, die durch die in ihrem Rahmen stattfindende Hormonumstellung prädestiniert für Hitzewallungen sind, haben auch einige äußere Einflüsse und Gewohnheiten das Potenzial diese Schweißausbrüche auszulösen. So können zum Beispiel starker Kaffeekonsum und der übermäßige Genuss von Alkohol Hitzewallungen begünstigen. Aber auch scharfes und schweres Essen sowie Stress oder bestimmte Medikamente können dafür verantwortlich sein, eine innere Hitze zu verursachen. Von Hitzewallungen, die nicht durch die Wechseljahre hervorgerufen werden, können auch Männer betroffen sein.

Lästig und belastend – Hitzewallungen

Der physische Grund für Hitzewallungen sind geweitete Blutgefäße, durch welche eine erhöhte Durchblutung gefördert wird, was wiederum zu Hitzewallungen führt. Bei den meisten Frauen die von Zeit zu Zeit von Hitzewallungen überrascht werden, treten diese vorwiegend am Oberkörper, im Halsbereich und im Gesicht auf. Nach einer Hitzeattacke werden die unter Hitzewallungen leidenden Personen aufgrund der dann absinkenden Körperkerntemperatur oft mit dem gegenteiligen Extrem konfrontiert und frieren dann mitunter heftig. Oftmals werden Hitzewallungen von Herzklopfen begleitet, was aber nur eine natürliche Reaktion des Körpers ist und nicht bedeutet, dass Hitzewallungen Herzprobleme verursachen.

 

Wissenswert:

Am Anfang der Wechseljahre sind Hitzewallungen meist am heftigsten und häufigsten. Nach einem Zeitraum von circa 2 Jahren verschwinden diese aber meistens wieder.

Bei Hitzewallungen gibt es hilfreiche Therapien

Da bei Frauen die Wechseljahre mit Abstand der häufigste Auslöser für Hitzewallungen sind, haben Gynäkologen oftmals am meisten Erfahrungen mit diesem verbreiteten Krankheitsbild. Wenn eine Patientin bei einem Gynäkologen wegen Hitzewallungen vorstellig wird, folgt in der Regel zunächst ein Gespräch über die Lebensgewohnheiten, um ausschließen zu können, dass die Hitzewallungen durch etwas anderes als die Wechseljahre ausgelöst werden. Gegebenenfalls kann für diese Diagnose auch eine Blutuntersuchung durchgeführt werden.

 

Wichtig:

Um Hitzewallungen zu lindern, die nicht von den Wechseljahren verursacht werden, muss die auslösende Krankheit behandelt werden, um Hitzewallungen zu stoppen.

 

Wenn feststeht, dass die Hitzewallungen eine Folge der Wechseljahre sind, kann dann eine entsprechende Behandlung begonnen werden. Eine bewährte Therapie ist zum Beispiel die Einnahme von naturheilkundlichen Präparaten, in denen zum Beispiel Traubensilberkerze enthalten ist. Aber auch die sogenannten physikalischen Therapieverfahren, wie Moorbäder, wechselwarme Fußbäder und Kneipp-Anwendungen erfreuen sich genauso wie Akupunktur großer Beliebtheit, bei Hitzewallungen, auch wenn die Wirkung noch nicht bei allen Methoden verifiziert werden konnte.

Da Hitzewallungen zwar sehr unangenehm sind, aber nur selten ernsthafte gesundheitliche Probleme auslösen, ist ein Gang zum Arzt nicht immer die erste Wahl aller Betroffenen. Dieser ist auch nicht immer notwendig, denn es gibt einige Verhaltensweisen, mit denen man die Intensität und Häufigkeit von Hitzewallungen beeinflussen kann, beziehungsweise deren unangenehme Nebenwirkungen in den Griff bekommt:

  • luftige Kleidung tragen
  • Kleidung aus Naturfasern bevorzugen
  • scharfes und schwer verdauliches Essen meiden
  • Kaffee, Tee und Alkohol möglichst vermeiden
  • ausreichend bewegen
  • auf das Gewicht achten
  • für eine kühle Umgebung sorgen
  • Yoga erlernen

 

Mit diesen Maßnahmen werden Hitzewallungen für viele Betroffene wesentlich erträglicher. Falls die Hitzewallungen in den Wechseljahren doch stärker an die Substanz gehen, kann eine Hormontherapie verschrieben werden, welche aufgrund ihrer Nebenwirkungen aber umstritten ist.

Mit Naturheilverfahren kann man gute Erfolge erzielen

Traditionelle Arzneipflanzen wie der Sibirische Rhabarber haben sich bei Hitzewallungen bewährt und können oft Linderungen verschaffen. Ebenso können homöopathische Arzneien eine unterstützende Wirkung haben. Neben den häufig angewendeten Präparaten aus Traubensilberkerze, gibt es einige weitere pflanzliche Mittel, die gegen Hitzewallungen helfen sollen und zum Beispiel aus Soja, Salbei oder Rotklee bestehen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Erstellung von Diagnosen oder Therapieempfehlungen um eine ärztliche/therapeutische Tätigkeit handelt. Als pharmazeutischer Hersteller dürfen wir diesbezüglich keine Empfehlungen aussprechen. Bitte besprechen Sie eventuelle Fragen mit Ihrem Arzt/Therapeuten oder Apotheker. Bei direkten Fragen zu unseren Präparaten helfen wir Ihnen gerne weiter.