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Osteoporose

Osteoporose

Sie gilt längst als Volkskrankheit: Osteoporose verringert die Dichte der Knochen, macht sie anfälliger für Brüche. In Deutschland leiden rund sechs Millionen Menschen über 50 Jahren an Knochenschwund – meist Frauen. Die Knochen werden porös und löchrig – ohne, dass die Betroffenen zunächst etwas davon spüren. Schon ein harmloser Sturz kann dann zu einem Knochenbruch führen...

Eine Krankheit die belastet – Osteoporose

Auch wenn wir uns topfit fühlen – ab dem 35. Geburtstag haben unsere Knochen ihre besten Tage hinter sich. Denn von diesem Zeitpunkt an nimmt die Knochendichte jedes Jahr um etwa ein Prozent ab. Grund sind Veränderungen im Knochenstoffwechsel: Die knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten) sind nun deutlich aktiver als die knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten) – der Knochen wird dadurch langsam poröser.

Neben dem altersbedingten Abbau der Knochensubstanz wirken sich bei Frauen vor allem die Wechseljahre negativ auf das Osteoporose-Risiko aus. Denn sobald der Körper die Produktion des Sexualhormons Östrogen herunterfährt, geht zugleich auch ein wichtiger Stabilisator der Knochen verloren. Mit Folgen: Bei Frauen im Alter ab 65 leidet fast jede Vierte an Osteoporose, so das Robert-Koch-Institut.

Daneben erhöhen aber auch der Lebensstil (Bewegungsarmut, übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen), erbliche Veranlagung, Untergewicht, bestimmte Medikamente (z.B. Kortison) sowie Vorerkrankungen (z.B. Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion) das Risiko für Knochenschwund – und damit für Knochenbrüche. 

Osteoporose – Symptome und Merkmale

Knochenschwund entwickelt sich schleichend – und wird deshalb in den meisten Fällen erst spät erkannt und therapiert. Die Folgen sind mitunter schwerwiegend: Frakturen am Oberschenkelknochen (Schenkelhals), am Ober- oder Unterarm, an den Rippen oder an der Wirbelsäule (Wirbelkörperbruch) können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich mindern.

Chronische Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit, Wirbelsäulenschäden und sogar eine Pflegebedürftigkeit sind mögliche Auswirkungen einer verspäteten Diagnose – vor allem bei älteren Menschen. Zudem können Knochenbrüche die Lebensspanne erheblich verkürzen.

Bei ersten Anzeichen für einen beschleunigten Knochenschwund sollte man deshalb sofort hellhörig werden. Dazu gehören oft dumpfe und diffuse Rückenschmerzen, die nach Belastungen auftreten. Auch ein Größenverlust um mehr als vier Zentimeter innerhalb eines Jahres ist ein charakteristisches Symptom einer Osteoporose. Ebenfalls typisch: Knochen brechen wie aus dem Nichts – oft bei ganz alltäglichen Belastungen. Manchmal geschieht ein Bruch sogar völlig unbemerkt und komplett schmerzlos.

Die Behandlung von Osteoporose ist ein individueller Prozess

Heilbar ist die Osteoporose bisher zwar nicht – doch frühzeitig erkannt lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung mit den richtigen Maßnahmen effektiv verzögern oder sogar stoppen. 

  • Knochenfreundliche Kost: Um das Risiko von Knochenbrüchen zu senken, empfehlen Experten eine kalziumreiche Ernährung. Empfohlene Kalzium-Dosis pro Tag: 1000 Milligramm. Kalziumspender sind neben Milchprodukten (Milch, Joghurt, Hartkäse) vor allem grünes Gemüse (Brokkoli, Fenchel, Spinat). Auch Nüsse, Soja, Kräuter und Hülsenfrüchte sind reich an dem Knochen-Mineral. Tipp: Kalziumräuber meiden – sie bremsen die Aufnahme des Minerals. Kritisch sind Cola, Wein, Bier, Wurstprodukte, Schmelzkäse und schwarzer Kaffee. Neben Kalzium freuen sich die Knochen auch über Vitamin D, da es die Einlagerung von Kalzium in den Knochen fördert. Gute Lieferanten dafür sind Hering, Milch, Butter, Eier und Pilze.
  • Starke Muskeln, starke Knochen: Gezieltes Krafttraining aktiviert den Knochenstoffwechsel. Nur wenn die Muskeln durch Zug oder Druck einen Reiz auf die Knochen ausüben, wird das Knochenwachstum angeregt.  Doch für ein wirksames Muskel-Workout braucht es nicht zwingend ein Fitnessstudio oder Gewichte. Muskeln und Knochen lassen sich auch durch Sportarten wie Schwimmen oder Fahrradfahren aktivieren. Hauptsache man macht es regelmäßig – mindestens drei Mal pro Woche für jeweils 30 Minuten.
  • Untergewicht vermeiden: Wer sein Osteoporose-Risiko senken möchte, sollte ein normales Körpergewicht halten – das entspricht einem Body-Maß-Index von 20 bis 25. Vor allem chronisches Untergewicht wirkt sich fatal auf die Knochen aus. Denn es verringert den Östrogenspiegel und reduziert dadurch die Knochendichte. Die Folge: Selbst junge Frauen können an Knochenschwund erkranken und osteoporotische Brüche erleiden.

Welche Bedeutung hat die Naturheilkunde bei Osteoporose?

Neben kalziumreicher Ernährung und regelmäßiger Bewegung haben sich auch Mittel aus der Naturheilkunde bewährt, um Knochenabbau aktiv gegenzusteuern.

Insbesondere Präparate mit speziellen bioaktiven Kollagenpeptiden kommen bei Osteoporose erfolgreich zum Einsatz. Denn sie können den Knochenstoffwechsel anregen und fördern die Mineralisierung des Knochens. Studien weisen darauf hin, dass Kollagenpeptide den Abbau der Knochen hemmen und den Aufbau der Knochen unterstützen können.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Erstellung von Diagnosen oder Therapieempfehlungen um eine ärztliche/therapeutische Tätigkeit handelt. Als pharmazeutischer Hersteller dürfen wir diesbezüglich keine Empfehlungen aussprechen. Bitte besprechen Sie eventuelle Fragen mit Ihrem Arzt/Therapeuten oder Apotheker. Bei direkten Fragen zu unseren Präparaten helfen wir Ihnen gerne weiter.

Quellenangaben

Dtsch Arztebl Int.: 'The epidemiology of osteoporosis—Bone Evaluation Study (BEST): an analysis of routine health insurance data', 2013; 110(4): 52-7; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0052
RKI: 'Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes - Daten und Fakten: Ergebnisse der Studie' »Gesundheit in Deutschland aktuell 2009«