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Nervosität und Unruhe

Nervosität und Unruhe

Belastende Lebenssituationen und Ereignisse können dazu führen, dass unser inneres Gleichgewicht aus den Fugen gerät: anstehende Prüfungen, eine Scheidung oder Zukunftssorgen sind klassische Auslöser von Nervosität und innerer Unruhe. Doch was, wenn die Anspannung gar nicht mehr nachlässt?

Woher kommen Nervosität und innere Unruhe?

Der Bauch rumort, die Hände zittern, das Herz klopft und wir schwitzen – Nervosität beim Bewerbungsgespräch, Lampenfieber vor einem Vortrag oder innere Unruhe etwa am Umzugstag sind normal und gehen vorbei, sobald die Belastungssituation endet.
Anders sieht es aus, wenn die innere Anspannung dauerhaft anhält und wir gar nicht mehr zur Ruhe kommen: Wer ständig nervös ist, wird hektisch und dünnhäutig. Dann passieren leicht Fehler, zugleich reagieren wir häufiger aggressiv und abweisend. Kollegen und Freunde wenden sich möglicherweise genervt ab. Wir grübeln, schlafen schlecht und bleiben in negativen Gedankenspiralen gefangen. In diesem Fall wird der nervöse Zustand leicht zu einem gesundheitlichen Problem.

Körperliche Beschwerden bei Nervosität und Unruhe

Manchmal lösen tatsächlich körperliche Erkrankungen innere Unruhe aus. Etwa eine Schilddrüsenüberfunktion, Suchtmittelmissbrauch oder ein hormonelles Ungleichgewicht in den Wechseljahren. Bei einem entsprechenden Verdacht ist eine ärztliche Untersuchung angebracht.
In den meisten Fällen liegen dem angespannten Nervenkostüm jedoch anhaltende seelische Belastungen zugrunde. Typischerweise äußert sich die innere Unruhe mit verschiedenen körperlichen Beschwerden, dazu zählen:

Vermutlich steckt unser vegetatives Nervensystem dahinter. Es steuert alle Funktionen des Körpers, die automatisch ablaufen: etwa den Blutdruck, die Verdauung oder die Schweißproduktion. Innerhalb des vegetativen Nervensystems gibt es zwei Gegenspieler: Der Sympathikus ist zuständig für Anspannung. In Stress- oder Gefahrensituationen beschleunigt er Herzschlag und Atmung und versetzt den Körper in einen Kampf-oder-Flucht-Modus. Der Parasympathikus hingegen zeichnet für Entspannung und Regenerationsprozesse verantwortlich. Funktioniert das Zusammenspiel zwischen Sympathikus und Parasympathikus nicht richtig, geraten wir aus der inneren Balance – das gesunde Verhältnis von Anspannung und Entspannung stimmt nicht mehr. Die Symptome anhaltender Nervosität und Unruhe sprechen für einen überaktiven Sympathikus (Sympathikotonie). Die Anspannungsphase hält somit an, der Parasympathikus kann nicht mehr ausreichend gegensteuern.

Tipps gegen innere Unruhe und Nervosität

So lästig die nervösen Beschwerden auch sind, wir können selbst einiges dagegen tun und dem Organismus helfen, unser angespanntes Nervenkostüm wieder etwas herunter zu regeln.  

  • Entspannungstechniken: Vor allem bewährte Methoden wie Autogenes Training oder die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson können Nervosität und innere Unruhe wirkungsvoll lindern. Auch Meditation kann helfen. Es lohnt sich, hier Einführungskurse zu besuchen um die Methoden richtig anzuwenden.
  • Ausdauersport: Joggen, Walken, Radfahren oder Schwimmen helfen beim körperlichen Stressabbau und beim Entspannen. Unruhe und Nervosität lassen nach.  Wichtig ist, dass wir uns regelmäßig bewegen – die Jagd nach Bestleistungen hingegen schadet eher.
  • Heiße Milch mit Honig: Gegen akutes Nervenflattern und zum Runterkommen vorm Schlafengehen eignet sie sich hervorragend.
  • Ablenken: Ein gutes soziales Netz ist Gold wert. Wer mit Familie oder Freunden etwas Schönes unternimmt oder sich einfach mal die Sorgen von der Seele redet, findet schneller aus dem Teufelskreis quälender Unruhe und Nervosität heraus. Offen bleiben für frische Perspektiven und Anregungen!

Wie die Naturheilkunde Nervosität und innere Unruhe lindert

Glücklicherweise bietet auch die Natur effektive Hilfe in seelischen Belastungsphasen. Eine besondere Rolle kommt hier der Heilpflanze Rauwolfia serpentina (Schlangenwurzel) zu. Die Blüten und Blätter der Pflanze aus dem Himalaya fördern die Entspannung bei nervösen Störungen.
Insbesondere kombiniert mit weiteren aufeinander abgestimmten, homöopathischen Heilpflanzen wie z.B. Gelber Jasmin, Kaffeebaum und Nieswurz lindert die Schlangenwurzel Nervosität, innere Unruhe, leichte Angstgefühle und Spannungszustände.

Bei Einschlafschwierigkeiten sorgen Baldrian, Passionsblume und Hafer für einen tiefen, erholsamen Schlaf.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Erstellung von Diagnosen oder Therapieempfehlungen um eine ärztliche/therapeutische Tätigkeit handelt. Als pharmazeutischer Hersteller dürfen wir diesbezüglich keine Empfehlungen aussprechen. Bitte besprechen Sie eventuelle Fragen mit Ihrem Arzt/Therapeuten oder Apotheker. Bei direkten Fragen zu unseren Präparaten helfen wir Ihnen gerne weiter.

Quellenangaben

Hellhammer J et al.: J Altern Complement Med 2012; 19 (2): 161-169.
Monographien BGA/BfArM (Kommission D)
>https://www.deutsche-familienversicherung.de/krankenhauszusatzversicherung/ratgeber/artikel/innere-unruhe-ursachen-symptome-therapie/
>https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/01/01/unruhig-erschoepft-schlaflos