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Gehirn & Gedächtnis

Gehirn & Gedächtnis

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr und „einen alten Baum setzt man nicht mehr um.“ Doch neue Untersuchungen haben solche Dogmen über das Gedächtnis im Alter längst ins Wanken gebracht und als kontraproduktiv und überholt enttarnt.

Schlechtes Gedächtnis im Alter - Schicksal oder faule Ausrede?

Dass das Gedächtnis im Alter und auch die Gehirnfunktionen nachlassen, wird allgemein als normaler Alterungsprozess hingestellt. Doch es gibt Mittel und Wege, um sich auch im Alter noch einen scharfen Verstand zu bewahren. Natürlich gilt auch hier der Satz: „Von nichts kommt nichts!“ Es würde ja auch niemand annehmen, dass ein 70-jähriger Couch-Potato, der 40 Jahre keinen Sport mehr betrieben hat, über eine gute, austrainierte Muskulatur verfügen würde. Aber so wie man in jedem Alter auch noch mit einem altersgerechten Muskeltraining beginnen kann, genauso kann man seine kognitiven Fähigkeiten wieder ausbauen. Unter kognitiven Fähigkeiten versteht man alle Funktionen eines Menschen, die mit Lernen, Wissen, Denken, Erinnern und Wahrnehmen zu tun haben.

„Das Gedächtnis nimmt ab, wenn man es nicht übt“, sagte schon Marcus Tullius Cicero, 106 - 43 v. Chr. Also nichts wirklich Neues. Deshalb sollte jeder, der Gedächtnisprobleme hat, aber auch prophylaktisch mit einem entsprechenden Gedächtnistraining beginnen. Dazu muss sich niemand teuere Bücher anschaffen, denn in unserer Internetgesellschaft gibt es bereits viele entsprechende und kostenlose Übungsprogramme im Netz. Wer sich dafür erst einen PC anschaffen und den Umgang damit erlernen muss, hat damit schon sein erstes Übungsmedium gefunden.

Vor allem das Gehirn im Alter braucht so ein Training, um einem geistigen Verfall rechtzeitig entgegenzuwirken. Denn ein schlechtes Gedächtnis im Alter führt oft sehr schnell in eine Situation, wo wir plötzlich unseren Alltag nicht mehr allein meistern können oder leichte Beute von Betrügern werden (wie beispielsweise der Enkeltrick).

Welche Arten von Gedächtnissen gibt es?

  • Ultrakurzzeitgedächtnis (sensorisches Gedächtnis): Speicherung 0.5 Sekunden - 2 Sekunden.
     
  • Kurzzeitgedächtnis (Arbeitsspeicher): maximale Speicherdauer eine Stunde. Wenn wir uns länger als 60 Minuten daran erinnern, ist die Information bereits im Langzeitgedächtnis. Dieses sogenannte Arbeitsgedächtnis speichert Gehörtes, Gelesenes sowie Gesehenes und hält es abrufbereit, um es mit dem Langzeitgedächtnis zu verknüpfen. Der Arbeitsspeicher ist jedoch begrenzt und beginnt bereits ab dem 50. Lebensjahr zu schwächeln. Durch entsprechende geistige Aktivitäten bis hin zum Gehirnjogging lässt sich dies jedoch stark hinauszögern. Weshalb ein trainiertes Gehirn im Alter besser sein kann, als das eines untrainierten Jugendlichen.
     
  • Langzeitgedächtnis: unbegrenzt. Speicherdauer und Kapazität sind unbegrenzt bei kurzer Abrufzeit. Jedoch kann es mit dem Abruf Probleme geben, wenn man sich beim Abspeichern nicht entsprechend konzentriert hat.

 

Beiläufige Handlungen können durchaus vergessen werden und sind deswegen noch lange nicht krankheitsbedingt oder ein Zeichen von Demenz. Wer aber hier Zweifel hat, sollte sich darüber Klarheit verschaffen und einen Arzt konsultieren.

 

Wichtig; Das Gehirn ist mit einem Muskel vergleichbar, der ähnlich wie dieser wachsen und trainiert werden kann. So kann unser Gehirn wieder neue Verknüpfungen aufbauen und stärker werden. Bei ausgefransten Bandscheiben oder einem Kniegelenk ohne Knorpel geht das leider nicht so einfach.

Tipps und Tricks, damit das Gehirn im Alter noch fit ist und bleibt

Erfreulich ist, dass das Gehirn im Alter noch trainiert und wieder fit gemacht werden kann. In den einzelnen Hirnarealen ist durch Training dann ein echter, messbarer Zuwachs möglich. Das hat man beispielsweise am Uniklinikum Hamburg nachgewiesen, die Senioren einem dreimonatigen Jongliertraining unterzogen hatten. Aber auch Klavierspielen, Aquarellmalerei oder oder sonstige neue Anreize können dem Gedächtnis im Alter wieder auf die Sprünge helfen. Wichtig dabei ist, dass es sich immer mal wieder um eine neue Beschäftigung handelt.Also packen Sie es an und genießen Sie Ihren neuen Jungbrunnen. Schließlich macht ein neues Hobby ja auch riesig Spaß. Denn „ein Kopf ohne Gedächtnis ist wie eine Festung ohne Besatzung“, meinte zumindest Napoleon Bonaparte zu diesem Thema.

Für ein gesundes Gehirn im Alter ist jedoch auch eine gesunde Lebensweise ohne Rauchen, möglichst wenig Alkohol, viel Bewegung nebst einer guten Ernährung wichtig. Damit Sie auch genau das an Nährstoffen bekommen, was Ihr Gehirn im Alter (und natürlich auch in der Jugend) an „Schmiermittel“ für eine optimale Funktion benötigt, gibt es eine Reihe probater, homöopathischer, natürlicher Wirkstoffe, wie beispielsweise:

B-Vitamine, Vitamin C, Zink, Ginkgo, Eisenkraut, Omega 3, Pantothensäure und Weitere.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Erstellung von Diagnosen oder Therapieempfehlungen um eine ärztliche/therapeutische Tätigkeit handelt. Als pharmazeutischer Hersteller dürfen wir diesbezüglich keine Empfehlungen aussprechen. Bitte besprechen Sie eventuelle Fragen mit Ihrem Arzt/Therapeuten oder Apotheker. Bei direkten Fragen zu unseren Präparaten helfen wir Ihnen gerne weiter.