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Leber

Leber

Die Leber (medizinisch: Hepar) ist die größte Drüse des Körpers auf der rechten Seite dicht unter dem Zwerchfell gelegen, sodass sie jede Atembewegung mitmacht. Folgt man mit vorderer Kante dem Rippenbogen und rechts mit linkem Lappen, der kleiner ist, über die Mittellinie hinweg, dann hat man die Leber. An ihrer Unterseite, der Mitte zu, die Gallenblase, mit der sie ein Gang verbindet, der sich zum Dünndarm fortsetzt.

Die Leber

Die Leber empfängt aus der Pfortader das gesamte Blut des Darmes und der Milz, für das sie ein lebenswichtiges Laboratorium ist. Sie bildet die Galle, die von der Pforte der Leber über die Gallenblase oder an ihr vorbei, in den Zwölffingerdarm fließt; sie ist beteiligt am Abbau des alternden Bluts, sie zieht den Zucker aus dem Blut an sich, den sie als Glykogen speichert, sie zerlegt Fett- und Eiweißkörper aus der Nahrung in ihre Bausteine und fügt diese wieder zu lebenswichtigen Reaktionsstoffe zusammen, sie bildet aus Ammoniak Harnstoff und ist für die Entgiftung der Leber mancher aus dem Darm resorbierter, körperschädlicher Stoffe verantwortlich.

Ein rechter, ein linker und zwischen sie von unten eingekeilt, ein dritter, quadratischer Lappen der Leber , innen viele venenreiche Läppchen - sogenannte Blutanlaufsbecken, in denen der Stoffaustausch stattfindet, hier auch an den haarfeinen Venenenden die retikulo-endothelialen Sternzellen (medizinisch: Kupfferschen), welche die Phagozystose betreiben.

Entzündung in der Leber

Über die Entzündung in der Leber (medizinisch: Hepatitis) sieht man heutzutage unterhalb der Größenverordnung des Mikroskops liegendes Virus, das in verschiedenen Formen, manche mit außerordentlich langer Inkubation bis zu vier Monaten oder sogar mehr vorkommt. Außer der Epidemien des Krieges waren es die vieldiskutierten Fälle der sogenannten Spitzenhepatitis von der Leber herrührend, die durch Kanülen (sogenannte Hohlnadeln) bei Injektionen, In- und Transfusionen übertragen worden sind, die der pathologischen Auffassung einen neuen Anstoß gegeben haben.

Die Hepatitis der Leber beginnt wie eine schwere Störung im Magen und Darm Der Patient ist unbegreiflich müde, ihm schmeckt nichts mehr, er spürt einen Druck auf dem Magen, er ist verstopft, ihm ist übel, er muss sich übergeben, die Skleren (das Weiße im Auge) werden gelb und die Haut folgt der Farbe sodann. Die Leber ist vergrößert unter dem rechten Rippenbogen tastbar. Außerdem wird der Urin durch die Erkrankung der Leber dunkel, der Stuhl gelegentlich hell und kalkig, da die Gallenfarbstoffe, die ihn sonst färben, gehen einen anderen Weg. Fieber ist bei dieser Erkrankung de Leber nicht zu messen oder die Temperatur ist zu niedrig. Der Puls ist langsam, der Blutdruck aber im Vergleich dazu niedrig.

Schrumpfung der Leber (medizinisch: Zirrhose)

Eine Schrumpfung der Leber entsteht nicht selten, ohne bemerkt zu werden und zieht sich schleichend über Jahre hinweg. Oft geht Entzündung der Leber mit Gelbsucht voraus. Häufigkeit in den Weingegenden deutet auf einen Zusammenhang mit dem Alkohol hin. Es sind meist Männer jenseits des 40. Lebensjahrs von der Schrumpfung der Leber betroffen. Als Symptome zählen: Übelkeit, Appetitlosigkeit, Blähungen, Nachtblindheit, in fortgeschrittenem Alter auch Wassersucht (medizinisch: Aszites). Oft zeichnen sich zusätzlich auf dem Bauch erweiterte Venen ab. Wird zugleich Blut erbrochen, so geht dies auf venöse Knoten (medizinisch: Varizen) in der Speiseröhre zurück.

Stauung in der Leber

Eine Stauung in der Leber ist gestautes Blut, das Organ ist schmerzhaft und vergrößert, der Bauch gebläht, die Verdauung schleppend und ungenügend. Die Ursache liegt meist bei der Schwäche der Herzenskraft, die den venösen Strom nicht voll zu bewältigen vermag. Daher bei Verstauung der Leber ist in erster Linie eine Herztherapie empfehlenswert.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Erstellung von Diagnosen oder Therapieempfehlungen um eine ärztliche/therapeutische Tätigkeit handelt. Als pharmazeutischer Hersteller dürfen wir diesbezüglich keine Empfehlungen aussprechen. Bitte besprechen Sie eventuelle Fragen mit Ihrem Arzt/Therapeuten oder Apotheker. Bei direkten Fragen zu unseren Präparaten helfen wir Ihnen gerne weiter.