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Bänder und Sehnen

Bänder und Sehnen

Bänder und Sehnen spielen für den Stütz- und Bewegungsapparat eine wichtige Rolle - ohne sie könnte das Skelett nicht zusammenhalten und auch Bewegungen nicht möglich sein. Sie halten die einzelnen Knochen, Gelenke und Muskeln in der richtigen Stellung und schützen die Organe. Auch wenn die Begriffe Bänder und Sehnen oftmals synonym verwendet werden, haben sie unterschiedliche Funktionen im Körper.

Bänder und Sehnen: Merkmale und Unterschiede

Bänder und Sehnen gehören zu dem straffen Bindegewebe und bestehen aus kollagenen Fasern, Bindegewebszellen sowie minimal aus elastischen Fasern. Die Fasern sind bei Bänder und Sehnen parallel angeordnet weshalb sie besonders belastbar sind und über eine hohe Zugfestigkeit verfügen. Diese Struktur der Bänder und Sehnen kann mit der eines Seiles verglichen werden. Bänder und Sehnen sind nur minimal elastisch und in ihrer Gewebsstruktur zwischen 10 und 15 Prozent dehnbar, sodass sie zwar ein gewisses Maß an Beweglichkeit erlauben, aber eben nicht zu viel.

Bänder und Sehnen stützen beide den Bewegungsapparat und stellen sicher, dass die einzelnen Bewegungen wie beispielsweise Gehen, Rennen und Hinsetzen kontrolliert ablaufen, jedoch an unterschiedlichen Stellen. Zudem werden die inneren Organe von den Bändern und Sehnen in deren Position gehalten und schützen diese gleichzeitig vor Druck oder Stößen von außen.

Bänder

Die Bänder stabilisieren die Gelenke und dienen als Verbindung zwischen einzelnen Knochen. Aufgrund dieser stützenden Funktion sind sie nur wenig elastisch, damit die Gelenke auch ihre Funktion erfüllen können. Wenn ein Band überdehnt wird, bedeutet dies, dass diese schlaff werden oder gar reißen und somit die Knochen nicht mehr ordnungsgemäß zusammengehalten werden.

Sehnen

Die Sehnen dienen hingegen als Verbindung zwischen Muskeln und Knochen und übertragen die ausgeübte Kraft auf das Skelett. Ohne Sehnen könnte man keine Bewegung wie beispielsweise Laufen oder allein schon nur die Hand anheben ausführen. Sie bestehen wie Bänder aus kollagenen Bindegewebsfasern. Im unbelasteten Normalzustand sind Sehnen leicht wellig angeordnet, im belasteten Zustand dehnen sie sich aus. Mit den Muskelfasern sind die Sehnen fest verwachsen. An der Stelle, wo die Sehne auf den Knochen trifft, befinden sich Sehnenscheiden. Diese Gleitröhren sind mit einer Flüssigkeit gefüllt, ähnlich die eines Schmieröls in Motoren, und verhindern, dass bei einer Bewegung die Sehnen sich mit dem umgebenden Gewebe und den Knochen reiben. Bei einer Bewegung wird erst der Muskel angespannt und somit die Sehne gedehnt, die dadurch schlussendlich die Kraft auf den Knochen überträgt.

Bänder und Sehnen im Alltag schonen – Tipps für die richtige Belastung

Wer seine Bänder und Sehnen stärken will, sollte die umliegende Muskulatur aufbauen. Der berühmte Muskelkater nach einer Sporteinheit zeigt, dass die Muskeln belastet wurden. Nach und nach beginnt der Körper die beanspruchten Muskelpartien stetig aufzubauen, hierfür ist eine dauerhafte Wiederholung nötig. Wenn durch ein gezieltes Training der Muskel gestärkt wird, ist dieser auch leistungsfähiger und schützt schlussendlich die Bänder und Sehnen des Bewegungsapparates.

Neben Sport hilft auch eine regelmäßige Bewegung, um die Bänder und Sehnen in Form zu halten. Gerade im normalen Alltag sitzen viele Menschen dauerhaft und bewegen sich nur wenig. Dadurch bauen sich die Muskeln ab und sind nicht mehr so kraftvoll, was sich auch auf die Belastbarkeit der Bänder und Sehnen auswirkt. Wer viel im Sitzen arbeitet, kann darauf achten, immer wieder die Position zu ändern und so einerseits Fehlhaltungen vermeiden sowie andere Muskelbereiche des Körpers zu belasten. So wird die Muskulatur gekräftigt und die Bänder und Sehnen entlastet.

Häufige Probleme mit Bändern und Sehnen

Wird eine Bewegung unachtsam, schnell und ruppig ausgeführt, kann es durchaus vorkommen, dass die Bänder und Sehnen überdehnen oder zu Schaden kommen. Insbesondere beim Sport passieren diese Verletzungen Bändern und Sehnen gehäuft.

  • Kreuzbandriss beziehungsweise Überdehnung der Bänder im Knie
  • Verstauchungen im Sprunggelenk
  • Verletzung oder Riss der Bänder im Fuß durch Umknicken

Unterstützung aus der Naturheilkunde für Bänder und Sehnen

Es gibt einige hilfreiche Mittel aus der Naturheilkunde, die sich positiv auf die Funktionalität von Bänder und Sehnen auswirken. Bänder und Sehnen brauchen viele Nährstoffe, darunter insbesondere Vitamine und Minerale, damit sie funktionstüchtig bleiben und ihren Zweck gut erfüllen können. Eine ausgewogene Ernährung hat somit auch einen Einfluss auf die Bänder und Sehnen und kann unterstützend zur Bewegung einen guten Effekt auf die Bewegungsfähigkeit haben. Vor allem die Nährstoffe Silizium, Magnesium, Kalium und Chlorophyll sowie Kollagenpeptide helfen bei dem Aufbau von Bändern und Sehnen. Weitere Behandlungsmöglichkeiten bieten die Schüssler-Salze sowie Bachblüten.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Erstellung von Diagnosen oder Therapieempfehlungen um eine ärztliche/therapeutische Tätigkeit handelt. Als pharmazeutischer Hersteller dürfen wir diesbezüglich keine Empfehlungen aussprechen. Bitte besprechen Sie eventuelle Fragen mit Ihrem Arzt/Therapeuten oder Apotheker. Bei direkten Fragen zu unseren Präparaten helfen wir Ihnen gerne weiter.