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Bänder und Sehnen

Bänder und Sehnen

Jeder weiß, dass der Körper über Bänder und Sehnen verfügt. Im täglichen Sprachgebrauch werden die beiden Begriffe oft als Synonyme verwendet. Dabei haben diese Körperelemente zwar ähnliche, aber doch unterschiedliche Funktionen. Zwei Aspekte sind allerdings beiden gemein: Zum einen wäre es ohne sie dem Menschen und allen anderen Wirbeltieren nicht möglich, auch nur eine einzige Bewegung zu machen. Zum anderen bestehen sie beide aus kollagenen Bindegewebsfasern.

Wofür sind Bänder und Sehnen da?

Grundsätzlich erfüllen Bänder und Sehnen in Verbindung mit Muskeln und dem Skelett die Funktion, den Körper zu bewegen und zu halten. Sie bilden also den Bewegungs- und Stützapparat des Menschen. Die kollagene Beschaffenheit macht sie zu stabilen und unter nicht allzu extremen Voraussetzungen verlässlichen Partnern, wenn es darum geht, den Körper sicher und unbeschadet durch den Tag zu tragen. Der Unterschied zwischen Sehnen und Bändern besteht darin, dass Sehnen dazu da sind, die Muskelkraft auf das an sich starre Skelett zu übertragen. Daher sind sie am einen Ende an Knochen und am anderen Ende an Muskeln befestigt. Sie setzen sich aus einzelnen, aber gebündelten und miteinander verbundenen Fasern zusammen und können sich zwischen zehn und 15 Prozent ausdehnen. Damit vermeiden sie im Zusammenspiel mit den Muskeln einen abrupten Stopp einer Bewegung, was den Muskel vor Verletzungen schützt. Bänder hingegen verbinden zwei Knochen miteinander, was vor allem bei Gelenken von größter Bedeutung ist. Aufgrund ihrer „Unelastizität“ bieten sie den Gelenken nur relativ wenig Spielraum, wenn es zu Rotationsbewegungen oder Überdehnungen kommt. Sie erschlaffen, und im Extremfall kommt es zum Bänderriss.

Bänderriss – und dann?

Bänder sind gewissermaßen als die Bewegungspolizei des Körpers zu verstehen. Sie sind dafür da, Gelenke zusammenzuhalten und ihnen Stabilität zu geben. Sie sind nicht nur an den Außenflächen, sondern auch im Innern der Gelenke zu finden. Dabei sind sie von der Natur so ausgelegt, dass sie dem Körper ein funktionell sinnvolles Maß an Bewegung ermöglichen, um Muskeln und Sehnen vor einer Überdehnung zu schützen. Mit entsprechendem Training kann dieses Maß ausgebaut werden. Nur so sind Höchstleistungen im Sport zu erzielen.

Kommt es jedoch aufgrund einer direkten oder indirekten Gewalteinwirkung auf ein Gelenk, wie zum Beispiel:

  • bei übermäßigen Drehbewegungen,
  • bei abrupten Drehbewegungsstopps,
  • oder beim Umknicken.

So ist meist ein Bänderriss die schmerzhafte Folge. Sehr häufig entsteht so der Kreuzbandriss im Knie oder der Riss der Außenbänder mit einer Kapselverletzung im Sprunggelenk. Beide zählen zu den häufigsten Sportverletzungen. Sichtbares Zeichen sind massive Blutergüsse, die Gelenke sind nicht mehr oder nur unter extremen Schmerzen belastbar.

Mittels Röntgen und/oder MRT kann der Arzt eine genaue Diagnose stellen und die entsprechenden Maßnahmen planen. Dabei werden folgende Punkte abgeklärt:

  • Wie kam es zum Unfall?
  • Ist Laufen möglich?
  • Besteht der Schmerz dauernd oder zeitweise?
  • Wo sitzt der Schmerz?
  • Gab es schon mal einen solchen Zwischenfall?
  • Liegen chronische Erkrankungen (Diabetes mellitus) vor?

in der Regel, kann ein Bänderriss in der Regel konservativ, das heißt ohne Operation behandelt werden. Vier bis sechs Wochen Ruhigstellung und das Tragen einer entsprechenden Orthese, also einer Art Stützbandage, sind meist die Mittel der Wahl. Sportlich aktiven und jungen Menschen wird oft die Operation mittels Vernähens der Bandstümpfe empfohlen, und in schwereren Fällen kann es zum Bandersatz kommen. Verletzungen der Bänder können langwierig sein, denn beim Heilungsverlauf muss je nach Gelenk und Verletzung von ein paar Wochen bis zu mehreren Monaten oder länger mit allmählich steigerbarem Bewegungsprogramm gerechnet werden. Spätfolgen in Form instabiler Gelenke und Belastungsschmerzen bei ca. 20 % der Betroffenen sowie Teilverknöcherung des betreffenden Bandes sind häufige Spätfolgen solcher Traumata.

Sehnen sind zum Dehnen

Sehnen sind Hochleistungskörperteile, da sie permanent in Bewegung und zum Teil starken Kräften ausgesetzt sind. Ihre enorme Stabilität erhalten sie durch ihre Struktur: Dem Tragseil einer Hängebrücke gleich, bestehen sie aus einzelnen, gebündelten Fasern, die miteinander verbunden und zusätzlich von einem Sehnengleitgewebe umgeben sind. An den Stellen, wo Sehnen über einen Knochenvorsprung verlaufen und somit erhöhter Spannung ausgesetzt sind, wie es zum Beispiel an den Händen und Füßen der Fall ist, sind sie mittels enger Tunnel geschützt. Innerhalb dieser mit Flüssigkeit gefüllten sogenannten Sehnenscheiden können die Sehnen unbeschadet hin- und hergleiten. Soll nun ein Körperteil bewegt werden, zieht sich als Erstes der Muskel zusammen, was zu einer Überleitung des Zugs auf die Sehne führt. Dadurch wird dieser Impuls auf den Knochen übertragen, und es kommt zu einer Bewegung zum Beispiel des Arms.

Aus dem Sprachgebrauch bekannt und auch ständig gefordert, ist die Achillessehne die größte Sehne im menschlichen Körper. Sie muss im Extremfall, zum Beispiel beim Sport, bis zu einer Tonne Zugbelastung aushalten. Dadurch, dass Sehnen wenig durchblutet sind, sind sie natürlich für Überlastungen anfällig und heilen im Verletzungsfall sehr langsam. Bei dauerhafter oder extremer Überlastung entsteht eine Sehnen- oder Sehnenscheidenentzündung. Kommt es aufgrund eines Unfalls durch Schneiden, Sport oder Überdehnung zu einem Sehnenriss, bleibt oftmals nur eine Operation, um die Beweglichkeit wiederherzustellen.

Was kann die Natur zur Stärkung von Bändern und Sehnen beitragen?

Wie so oft sind das A und O eines gesunden Körpers Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Gerade wenn aufgrund von Schreibtischarbeit der Körper über lange Zeit relativ starr in einer Position verharrt, muss als Ausgleich die Bewegung dafür sorgen, dass Bänder und Sehnen beansprucht werden, nicht verhärten und entsprechende Nährstoffe aufnehmen können. Um ihnen auch noch in puncto Nährstoffversorgung zu helfen, bieten sich verschiedene Substanzen an, die sich als regelrechte Powernahrung erwiesen haben.

So sollten Magnesium, Silizium, Kupfer, Chlorophyll, Mangan und Kalium ganz oben auf der Wirkstoffliste stehen. Antioxidantien wie Vitamin C in zum Beispiel Sanddorn schützen das Sehnen- und Muskelgewebe und dienen der Kollagenbildung, und basische Lebensmittel in Form von Obst und Gemüse sollten bevorzugt werden. Nicht zuletzt unterstützen Kollagenpeptide zum Beispiel den Erhalt und die Heilung von Sehnenstrukturen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Erstellung von Diagnosen oder Therapieempfehlungen um eine ärztliche/therapeutische Tätigkeit handelt. Als pharmazeutischer Hersteller dürfen wir diesbezüglich keine Empfehlungen aussprechen. Bitte besprechen Sie eventuelle Fragen mit Ihrem Arzt/Therapeuten oder Apotheker. Bei direkten Fragen zu unseren Präparaten helfen wir Ihnen gerne weiter.